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Schweizer Konto : Drogengelder in Millionenhöhe gewaschen

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Wohin mit den Millionen aus einem Kokaingeschäft? Ein 33-Jähriger hat das Bargeld in die Schweiz gebracht und dort versucht, die Herkunft zu verschleiern. Jetzt steht er vor Gericht - und gesteht.

shz.de von
erstellt am 01.Apr.2014 | 13:37 Uhr

Hamburg | Mit einem Geständnis hat der Prozess um eine millionenschwere Geldwäsche von Gewinnen aus einem Kokaingeschäft begonnen. Ein Angeklagter gestand am Dienstag vor dem Hamburger Landgericht, in der Schweiz fast 3,3 Millionen Euro aus einem Drogengeschäft gewaschen zu haben. „Ich bereue zutiefst, dass ich in diese Geschichte hineingeraten bin und mitgemacht habe“, ließ der 33-Jährige seine Verteidigerin am Dienstag erklären. Das Geld stammt demnach aus dem Verkauf von 500 Kilogramm Kokain. Das Rauschgift war im November 2009 aus Paraguay im Hamburger Hafen eingetroffen.

Im Gegenzug zu seinem Geständnis kann der Mann damit rechnen, zu einer Haftstrafe von höchstens vier Jahren und neun Monaten verurteilt zu werden. Alle Prozessbeteiligten - Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung - einigten sich auf diesen sogenannten Deal.

Er habe eine Geldquelle gebraucht, weil sich sein eigenes Import-Export-Unternehmen nur schleppend entwickelt habe, hieß es in der Erklärung des 33-Jährigen aus Paraguay. Um seine Ehefrau und seinen heute vierjährigen Sohn zu finanzieren, habe er dringend ein lukratives Geschäft gebraucht.

Die Millionen sollten laut Anklage in der Schweiz für die Drahtzieher des Drogengeschäfts gesichert und dann nach Südamerika weitergeleitet werden. Für den Prozess sind vier weitere Verhandlungstage bis Mitte April geplant.

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