zur Navigation springen

Feuerwehr Hamburg : Drei neue Sonderlöschfahrzeuge für den Elbtunnel

vom

Feuer im Elbtunnel - ein Horrorszenario. Die Feuerwehr ist vorbereitet - mit Wasserwerfer und Wärmebildkamera.

Hamburg | Mit drei neuen Sonderlöschfahrzeugen kann Hamburgs Feuerwehr mögliche Brände im Elbtunnel künftig noch besser bekämpfen. Im Unterschied zu den alten Tanklöschfahrzeugen sind die neuen speziell für Einsätze im Tunnel gebaut, erläuterte Feuerwehrsprecher Hendrik Frese am Donnerstag.

Zuletzt musste die Feuerwehr Ende Mai ein brennendes Wohnwagengespann im Elbtunnel löschen. Anfang Juli war ein Autotransporter während der Fahrt in Brand geraten, der Fahrer schaffte es aber, seinen brennenden Lkw noch aus dem Tunnel herauszufahren. In beiden Fällen wurde niemand verletzt.

Ein Frontwerfer kann ein Wasser-Schaum-Gemisch mehr als 20 Meter weit spritzen. Eine kombinierte Wärmebildkamera ermöglicht dem Fahrer, den Brandherd zu beobachten, auch wenn alles verqualmt ist. „Der Frontwerfer dient dazu, in der ersten Anfahrt schon mal die Flammen runterzudrücken. Darauf kommt es an: Das Feuer schon im Entstehungsstadium zu bekämpfen“, sagte Frese. Dafür sind 2500 Liter Wasser und 250 Liter Schaum an Bord.

So sieht es aus, wenn Wasser aus dem Frontwerfer gesprüht wird.

So sieht es aus, wenn Wasser aus dem Frontwerfer gesprüht wird.

Foto: Daniel Bockwoldt, dpa

Eine weitere Neuerung: Die dreiköpfige Besatzung hat ihre Atemschutzgeräte in der Sitzlehne hängen, so dass diese während der Fahrt angelegt werden können. Die Luft in den tragbaren Flaschen reicht für etwa anderthalb Stunden, wenn die Feuerwehrleute aussteigen. Das ist doppelt so lang wie bei normalen Pressluftgeräten. Im Fahrzeug gibt es eine eigene Atemluftversorgung.

Zudem sind die Autos besonders schmal gebaut, um Einsätze auf engem Raum zu erleichtern. Zur Ausstattung gehören ferner eine Lkw-Rettungsplattform oder ein Plasmaschneider. Je eines der neuen Feuerwehrautos wird an der Nord- und Südwache des Tunnels stationiert. Das dritte dient als Reserve und zur Ausbildung.

Die drei Sonderlöschfahrzeuge vor ihrer Wache.

Die drei Sonderlöschfahrzeuge vor ihrer Wache.

Foto: Daniel Bockwoldt, dpa

Bei einem Alarm sei die Wehr in drei bis vier Minuten am Einsatzort, sagte Elbtunnelkoordinator Udo Jarck. Welche der vier Tunnelröhren die Feuerwehr dabei nutze, bestimme die Tunnelbetriebszentrale, die rund um die Uhr alles über Videokameras im Blick habe. Das gute Sicherheitskonzept habe dazu beigetragen, dass in den vergangenen Jahren alle Notfälle im Elbtunnel glimpflich ausgegangen seien, meinte Jarck.

zur Startseite

von
erstellt am 20.Aug.2015 | 15:44 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen