Hamburg : Demonstranten stürmen syrisches Konsulat

Plakate und Parolen: Demonstranten protestierten vor der syrischen Botschaft in Hamburg gegen die Ermordung eines kurdischen Oppositionspolitikers. Foto: rtn
Plakate und Parolen: Demonstranten protestierten vor der syrischen Botschaft in Hamburg gegen die Ermordung eines kurdischen Oppositionspolitikers. Foto: rtn

Protestaktion in der Hamburger Hafencity: 30 pro-kurdische Demonstranten sind in der Nacht zum Sonntag gewaltsam ins syrische Konsulat eingedrungen.

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10. Oktober 2011, 12:51 Uhr

Etwa 30 pro-kurdische Demonstranten sind in der Nacht zum Sonntag gewaltsam in das syrische Konsulat in der Hamburger Hafencity eingedrungen. Sie verwüsteten die unteren Räume des Gebäudes, warfen Scheiben ein und zerschlugen die Fenster neben der Eingangstür. Dann hängten sie Transparente auf und stimmten lautstark Parolen an.

Zudem haben die Gegner des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad die Hausfassade mit arabischen Schriftzeichen beschmiert. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot gegen die gewaltbereiten Demonstranten vor und nahm im Rahmen der Aktion vier Demonstranten fest.
Ihnen droht jetzt eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs. Laut Polizei haben acht der 30 Demonstranten einen dänischen Pass. Bei den Randalen wurde einer der Einbrecher durch Glasscherben an der Hand verletzt. Er wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Nach Polizeiangaben wollte die Gruppe mit der nächtlichen Aktion gegen die Ermordung eines kurdischen Oppositionspolitikers in Syrien demonstrieren. Auch in Berlin drangen Assad-Gegner in die syrische Botschaft ein.

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