Lampedusa-Flüchtlinge : Demo vor dem Hamburger Rathaus für Bleiberecht

„Bleiberecht für alle“ – das forderten am Donnerstag rund 50 Lampedusa-Flüchtlinge und Unterstützer vor dem Hamburger Rathaus. Zu einem vereinbarten Termin mit Politikern von Linken und Grünen waren sie nicht erschienen.

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05. Juni 2014, 17:39 Uhr

Hamburg | Mehrere Dutzend afrikanischer Flüchtlinge und Unterstützer haben am Donnerstag vor dem Hamburger Rathaus für ihr Bleiberecht als Gruppe demonstriert. Politiker von Linken und Grünen hatten sie zu einem Gespräch eingeladen, wie die Linken-Abgeordnete Christiane Schneider sagte. Doch anstatt ins Rathaus zu gehen, setzten sie sich auf den Rathausmarkt zu einem stillen Protest. Die Polizei erklärte die Versammlung für aufgelöst. Die Teilnahme an dem Protest im Bannkreis des Parlaments stelle eine Ordnungswidrigkeit dar. Dennoch schritten die Beamten zunächst nicht ein.

Auf einem Banner forderten die rund 50 Demonstranten „Bleiberecht für alle“. Die Grünen-Abgeordnete Antje Möller erklärte, die Lage der so genannten Lampedusa-Gruppe habe sich zugespitzt. „Wir fordern den Senat eindringlich auf, endlich die Spielräume für eine humanitäre Lösung zu nutzen.“

Rund 80 Flüchtlinge waren bis zu einem Jahr in der St.-Pauli-Kirche und anderen Hamburger Gemeinden untergekommen. Mit dem Auslaufen des Winternotprogramms mussten die verbliebenen 24 Afrikaner zum Wochenanfang in öffentliche Quartiere umziehen.

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