Findelkind Marie : Das Gentest-Ergebnis steht noch aus

Am Eingang des Hamburger CCH fand ein Pförtner den Koffer, in dem das Baby lag. Foto: Archiv
Am Eingang des Hamburger CCH fand ein Pförtner den Koffer, in dem das Baby lag. Foto: Archiv

Hat er das Baby bei eisigen Temperaturen ausgesetzt? Das Gentest-Ergebnis des Verdächtigen soll bald vorliegen.

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07. März 2011, 12:09 Uhr

Das Gentest-Ergebnis des Verdächtigen im Fall des Hamburger Findelbabys Marie soll in den nächsten Tagen vorliegen. Zur Zeit werden die Zeugenaussage und das Umfeld des 20-Jährigen überprüft, wie Polizeisprecher Holger Vehren am Sonntag berichtete.
Der Mann war am Donnerstagabend von einer Bekannten auf den Fahndungsfotos erkannt worden. Er selbst gab bei der Polizei an, er habe erst da von den Aufnahmen erfahren und sich deshalb nicht vorher gemeldet. Er sei aber unschuldig.
Bei eisigen Temperaturen ausgesetzt
Der Fall des Findelbabys Marie hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt und beschäftigt die Polizei und die Öffentlichkeit seit mehr als zwei Monaten. Das kleine Mädchen war am 4. Januar in der Nähe des Bahnhofs Dammtor beim CCH bei eisigen Temperaturen in einem Koffer ausgesetzt worden. Ein Passant hatte den Pförtner auf das herrenlose Gepäckstück aufmerksam gemacht. Als er aus dem Koffer ein leises Wimmern hörte, fand er das Baby. Die Kleine ist wohlauf und lebt seit Ende Januar bei einer Pflegefamilie.
Der verdächtige junge Mann konnte nach seiner Vernehmung wieder nach Hause, musste bei der Polizei aber eine Speichelprobe abgegeben.
Wann die Ergebnisse genau erwartet werden, war nach Angaben von Vehren noch unklar. "Das ist ja nicht wie bei "CSI" - das braucht seine Zeit. Da müssen viele Sachen überprüft werden", sagte er in Anspielung auf die US-Serie. Bis dahin werde geprüft, ob die Aussagen der Zeugin und des Verdächtigen glaubhaft seien. In welchem Verhältnis die Zeugin zu dem jungen Mann steht, blieb weiter unklar.
(dpa, shz)

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