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Nach Hamburg-Wahl 2015 : CDU-Chef Weinberg tritt nach Wahlniederlage zurück

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CDU-Spitzenkandidat Wersich zieht aus der schweren Niederlage bei der Hamburger Bürgerschaftswahl Konsequenzen und Weinberg tritt zurück. Am Donnerstag will die CDU darüber beraten, wie es für sie weitergeht.

shz.de von
erstellt am 18.Feb.2015 | 18:02 Uhr

Hamburg | Nach der schweren Niederlage der CDU bei der Hamburger Bürgerschaftswahl ist der Landesvorsitzende Marcus Weinberg am Mittwoch zurückgetreten. Weinberg habe den Landesvorstand über den Schritt informiert, sagte Parteisprecher Martin Wielgus. Zuvor hatten das „Hamburg Journal“ des NDR und das „Hamburger Abendblatt“ darüber berichtet.

Im NDR-Fernsehen sagte Weinberg, er wolle damit erreichen, dass die Partei nach dem Wahldebakel wieder zur Ruhe komme. Das „Hamburger Abendblatt“ zitierte ihn mit den Worten: „Es gibt keine Taktiererei und kein Geeiere mehr. Ich sehe das als Befreiungsschlag für die Partei.“

Auch der gescheiterte Spitzenkandidat Dietrich Wersich hat erste Konsequenzen gezogen. „In Verantwortung für das Wahlergebnis stelle ich keinen Anspruch auf eine bestimmte Funktion in der neuen Fraktion“, sagte Wersich der „Bild“-Zeitung. „Das gilt natürlich auch für den Fraktionsvorsitz.“

Am Donnerstag will die CDU auf einem Parteitag über das weitere Vorgehen beraten. Auf dem Programm des sogenannten Landesausschusses stehen Reden von Weinberg und Wersich. Bei der Wahl war die CDU um sechs Punkte auf 15,9 Prozent abgesackt. Es war das bislang schlechteste Ergebnis der Hamburger Christdemokraten. Nach den Reden soll es eine Aussprache der rund 200 Delegierten geben.

Der neu in die Bürgerschaft gewählte Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Joachim Lenders, legte Wersich nahe, Konsequenzen zu ziehen. „Ich glaube einfach, geschuldet dem Wahlergebnis, dass Dietrich Wersich irgendwann auch zu der Einsicht und Erkenntnis gelangt, dass es ein ,Weiter so' nicht geben kann.“ Die CDU müsse wieder ihr konservatives Profil schärfen.

Auch der wieder in die Bürgerschaft gewählte Jurist Jörg Hamann legte Wersich einem „Bild“-Bericht zufolge den Rücktritt nahe. Sollte Wersich sein Mandat niederlegen, würde der Haushaltsexperte Roland Heintze aufrücken, der es wegen der Stimmverluste nicht wieder in das Parlament geschafft hatte.

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