Ex-Tennisstar erhält Auszeichnung : Bundesverdienstkreuz für Michael Stich

Michael Stich (Mitte) mit Frau Alexandra und Senator Dietrich Wersich. Foto: rtn
Michael Stich (Mitte) mit Frau Alexandra und Senator Dietrich Wersich. Foto: rtn

Seine Frau solle es immer hübsch polieren - scherzhaft gab sich Ex-Tennisprofi Michael Stich im Hamburger Rathaus. Dort nahm er für seinen Kampf gegen Aids das Bundesverdienstkreuz entgegen.

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15. August 2008, 12:18 Uhr

Für seine Verdienste um HIV-infizierte und aidskranke Kinder hat der frühere Tennisstar Michael Stich (39) im Hamburger Rathaus das Bundesverdienstkreuz erhalten. Gesundheitssenator Dietrich Wersich (CDU) überreichte dem 39-Jährigen die Auszeichnung im Rahmen eines Empfangs.
"Das Bundesverdienstkreuz ist eines der höchsten Auszeichnungen Deutschlands. Das ist ein Ansporn für mich, weiterzumachen", sagte Stich. Er werde sich die verliehene Urkunde ganz genau durchlesen, um zu wissen, wann er es tragen dürfe. Scherzhaft sagte er zu seiner Frau Alexandra: "Du wirst es aber immer schön polieren."
Stiftung 1994 gegründet
1994 hatte Stich eine Stiftung ins Leben gerufen mit dem Ziel, HIV-infizierte Kinder zu unterstützen und die Aufklärungsarbeit über Aids voranzubringen. Praktische Lebenshilfe in Alltagsbelangen, finanzielle Unterstützung bei Klassen- und Ferienreisen und viele andere Dinge erleichtern so das Leben von betroffenen Familien. An verschiedenen Universitätskliniken in Deutschland finanziert die Stiftung zudem zusätzliche Arzt- und Schwesternstellen und solche von Sozialpädagogen und speziellen Therapeuten. In Hamburg unterstützt Michael Stich mit seiner Stiftung ganz besonders die Immundefektambulanz des Universitätsklinikums Eppendorf. Zuletzt hatte eine Plakatkampagne der Michael-Stich-Stiftung, die schwangere Frauen zum Aids-Test aufruft, für Aufsehen gesorgt.
Die Auszeichnung begründet sich in dieser Stiftungsarbeit und dem damit verbundenen hohen persönlichen Engagement von Michael Stich. Die Stiftung betreibt darüber hinaus auch Aufklärungsarbeit. In diesem Zusammenhang findet zurzeit eine Ausstellung auf der Diele des Hamburger Rathauses statt. Die Besucher werden direkt dazu gefragt und haben die Möglichkeit ein Feedback abzugeben. Insbesondere junge Menschen aus allen Teilen der Welt fühlen sich angesprochen und bewerten die Ausstellung sehr positiv.

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