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Der Tag nach der Rettung : Bundesliga-Dino: HSV muss Zukunft planen

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Der Hamburger SV bleibt in der Fußball-Bundesliga. Nach dem 1:1 in der Relegation beim Zweitliga-Dritten SpVgg Greuther Fürth herrschte vor allem eines: Erleichterung. Jetzt geht der Blick in die Zukunft. shz.de mit Reaktionen aus dem Netz.

Hamburg/Fürth | Erschöpft und erleichtert traten die Spieler des Hamburger SV nach dem Relegationskrimi bei der SpVgg Greuther Fürth am Sonntagabend die Heimreise in den Norden an. Mit dem 1:1 im Rückspiel am Sonntagabend beim Zweitliga-Dritten hatten sie sich im letzten Moment den Verbleib in der Fußball-Bundesliga gesichert und den monatelangen Existenzkampf in der schlechtesten Saison der Vereinsgeschichte zu einem Happy End geführt.

„2. Liga? Niemals niemals niemals. Nur der HSV digga. Fast 6 Jahre schon, habe viele Sache gelebt“, twitterte HSV-Profi Tomas Rincon und zeigte Bilder von glücklichen Mitspielern. Noch drei Tage zuvor hatten die Hamburger nur ein 0:0 gegen die mehr als gleichwertigen Fürther erreicht. Das auswärts erzielte Tor durch Pierre-Michel Lasogga reichte nun, damit sie in ihr 52. Bundesliga-Jahr gehen.

„Wir haben das Glück aufgebraucht. Davon können wir in der nächsten Saison nichts mehr benutzen“, gestand HSV-Trainer Mirko Slomka, nachdem der erste Jubel-Rausch vorbeigezogen war. Er spüre „ganz, ganz viel“ Demut. „Das war meine härteste Zeit als Trainer.“  Auch Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz hatte unter den 17.500 Zuschauern in der ausverkauften Fürther Trolli Arena mitgebangt. „Das war nichts für schwache Nerven“, sagte der SPD-Politiker. „Der HSV hat aufopferungsvoll gekämpft, und wir werden wie seit 50 Jahren auch künftig Erstliga-Fußball in Hamburg sehen.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte schon am Samstag gesagt, dass sie als gebürtige Hamburgerin dem HSV die Daumen drücke. In der heimischem Imtech-Arena hatten sich 20.000 HSV-Fans versammelt und mitgefiebert, dass die berühmte Bundesliga-Uhr im Stadion nicht gestoppt werden muss. Auf einer 52 Quadratmeter großen Leinwand und zwei weiteren großen Bildschirmen verfolgten sie die Partie. Für die HSV-Spieler, die nicht zur WM fahren, beginnt nun die Urlaubszeit. Offen ist, wer alles in der kommenden Saison noch das Trikot mit der Raute trägt. „Es muss sich einiges in der Mannschaft ändern“, kündigte HSV-Manager Oliver Kreuzer bereits an. Doch zunächst steht am Sonntag eine Mitgliederversammlung an. Dann soll beschlossen werden, die Profi-Abteilung auszugliedern.

Für die Fürther gilt es indes, in der kommenden Spielzeit einen neuen Anlauf auf die Bundesliga zu machen. Der Treffer von Stephan Fürstner (59.) genügte nicht am Sonntag noch nicht für den Aufstieg. Die Franken verpassten trotz zweier Duelle auf Augenhöhe ihren zweiten Bundesliga-Aufstieg nach 2012, spielen kommende Saison weiter in der 2. Liga und treffen dann auch auf den Lokalrivalen und Erstliga-Absteiger 1. FC Nürnberg. „Das tut unheimlich weh. Für die Mannschaft tut es mir leid. Sie hat sich nicht belohnt. Wir haben eine tolle Saison gespielt“, meinte Trainer Frank Kramer.

Auch einige Twitterer meinen, dass Fürth den Aufstieg aufgrund ihrer mangelnden Chancenverwertung nicht verdient gehabt hätten.

Einige Twitter-Nutzer zweifeln an der Gerechtigkeit der Relegationsregel.

Im Netz scheiden sich nach den Zitterpartien in zahlreichen Tweets die Geister, ob der HSV den Verbleib in der 1. Liga verdient hat.

Wie es in Zukunft weiter geht, versucht ein Twitter-Nutzer zu umschreiben.

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erstellt am 19.Mai.2014 | 06:41 Uhr

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