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Belt-Tunnel: Die Dänen wehren sich

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Fehmarn/Kiel | Die staatliche dänische Projektgesellschaft Femern AS wehrt sich gegen den Vorwurf, dass Dänemark nicht ausreichend Informationen auf Deutsch über den Bau des Fehmarnbelt-Tunnels bereitstelle. "Wenn im Herbst in Schleswig-Holstein das Planfeststellungsverfahren für den Tunnel auf deutscher Seite beginnt, werden sämtliche Unterlagen auf Deutsch veröffentlicht", versicherte Femern-Sprecher Obinna van Capelleveen gestern unserer Zeitung. Dabei gehe es um mehr als 10 000 Seiten von Gutachten, die dann ins Internet gestellt würden. Für das bereits diese Woche angelaufene, grenzüberschreitende Beteiligungsverfahren gebe es allerdings tatsächlich nur eine Kurzfassung der Umweltverträglichkeitsprüfung auf Deutsch. Und selbst die sei "ein Entgegenkommen" von Dänemark.

Die Kritiker vom Aktionsbündnis gegen die feste Fehmarnbeltquerung sehen das anders. Es müssten sämtliche Dokumente auch auf Deutsch publiziert werden, argumentiert der Vorsitzende des Aktionsbündnisses, Hendrick Kerlen. "Wir wollen ja nicht nur auf die Planfeststellung in Deutschland Einfluss nehmen können, sondern auch auf das Genehmigungsverfahren in Dänemark", sagte Kerlen. Daran sehe sich das Bündnis aber gehindert, wenn die Unterlagen für die grenzüberschreitende Beteiligung nicht auf Deutsch verfügbar sind.

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erstellt am 10.Aug.2013 | 05:59 Uhr

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