Kupferkonzern : Aurubis mit neuer Zuversicht – Dividende gekappt

Gesunkene Kupferpreise belasten das Hamburger Kupfer-Unternehmen – dennoch hat Aurubis die schlechte Bilanz von 2013 offenbar überwunden.

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12. Dezember 2014, 08:19 Uhr

Hamburg | Europas größter Kupferhersteller Aurubis blickt nach einem von Produktionsproblemen in Hamburg geprägten schwierigen Jahr optimistischer in die Zukunft. „Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir ein deutlich über dem Vorjahr liegendes operatives Ergebnis“, sagte der neue Interims-Konzernchef Bernd Drouven am Freitag laut Mitteilung.

Bei einem Umsatzrückgang um acht Prozent auf 11,3 Milliarden Euro erwirtschaftete Aurubis einen Gewinn von 44 Millionen Euro - nach einem Verlust von 152 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Gesunkene Kupfer-, Gold- und Schwefelsäurepreise belasteten das Unternehmen aber. Die Dividende soll um zehn Cent auf einen Euro je Aktie sinken. Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 erwirtschaftete der Konzern einen um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Steuern von 138 Millionen Euro. Produktionsprobleme in Hamburg bremsten dabei jedoch.

Ein Jahr zuvor hatten eine schwache Konjunktur und Umbaukosten den Gewinn auf 114 Millionen Euro einbrechen lassen. Aurubis habe zwar nach einem schwachen Jahresstart Fahrt aufgenommen, sagte Drouven. Mit dem Ergebnis sei er dennoch nicht zufrieden. Zu Beginn des Jahres seien die Erwartungen deutlich positiver gewesen.

Die Aurubis AG

Aurubis beschäftigt mehr als 6500 Mitarbeiter. Die Hamburger Aktiengesellschaft ist einer der führenden Kupferkonzerne und der größte Kupferrecycler weltweit. Jährlich werden mehr als eine Million Tonnen Kupferkathoden produziert. In Hamburg befindet sich der größte Standort und der Sitz der Verwaltung. Mehr als 2000 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Weitere Standorte sind in Europa, Asien und Nordamerika. Die Aurubis-Aktie ist an der deutschen Börse notiert.

 
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