Tödlicher Unfall im Hamburger Baakenhafen : Anklage nach Unfall mit Wasserflugzeug

Gut eineinhalb Jahre nach einem tödlichen Unfall mit einem Wasserflugzeug hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 44-jährigen Piloten erhoben.

shz.de von
24. März 2011, 08:46 Uhr

Hamburg | Sie wirft ihm vor, fahrlässig den Tod zweier Menschen verursacht zu haben, sagte Wilhelm Möllers, Sprecher der Staatsanwaltschaft, gestern. Der Mann hatte im August 2009 bei einer Wasserlandung im Hamburger Baakenhafen nach einem Rundflug die Räder nicht eingefahren. Dadurch kam es zu dem Unfall der Maschine der Flensburger Firma Clipper Aviation, bei dem ein 57-jähriger Tourist und seine 52-jährige Ehefrau starben. Das Ehepaar hatte auf der Rückbank des einmotorigen Flugzeugs gesessen. Während sich der Pilot aus dem Flugzeug befreien konnte, ertrank das Paar im Inneren der Maschine. Dem Angeklagten drohen bei einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Haft. Die Staatsanwaltschaft schließt technisches Versagen bei dem Unglück aus. "Wir gehen davon aus, dass die Maschine in einem einwandfreien technischen Zustand war", sagte Möllers. Erst vier Monate vor dem Unglück hatte die Firma das neue Wasserflugzeug in Hamburg getauft.
(dpa, shz)

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen