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Hamburg : Angeklagter gesteht Motoröl-Hehlerei

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Ein Hamburger soll seine Firma um Motoröl im Wert von mehreren Millionen Euro betrogen haben. Der 25-Jährige und seine mutmaßliche Hehler-Bande stehen in Hamburg vor Gericht.

shz.de von
erstellt am 03.Feb.2014 | 13:58 Uhr

Hamburg | Zum Auftakt eines Prozesses um Hehlerei und Diebstahl von riesigen Mengen Motoröl hat der 25 Jahre alte Hauptangeklagte ein Geständnis vor dem Hamburger Landgericht abgelegt. Der Mitarbeiter eines Großlagers räumte am Montag ein, dass er zwölfmal innerhalb von acht Monaten Paletten mit insgesamt 235.000 Litern Hochleistungs-Motoröl aus der Lagerhalle seiner Firma heimlich verschwinden ließ. Später seien die erbeuteten Fässer und Behälter mit einem Gesamtwert von etwa 2,8 Millionen Euro von seinen mutmaßlichen Komplizen auf Lastwagen verladen, in Zwischenlagern deponiert und an verschiedene Firmen weiterverkauft worden. „Wir hatten überlegt, wie wir Geld machen könnten“, sagte der 25-Jährige. In der Sache stehen insgesamt sechs Männer vor Gericht.

Für den Strafrahmen hat die Staatsanwaltschaft in einem Vorgespräch Gefängnisstrafen zwischen einem Jahr und sechs Monaten bis zu drei Jahren und sechs Monaten gefordert - falls die Angeklagten vor Gericht vollständig gestehen. Bis auf einen 30-jährigen Händler eines Restpostenunternehmens räumte bislang jeder seine Schuld an dem Deal mit dem gestohlenen Motoröl ein. Dass sich die sechs Männer laut Anklage als Bande organisiert hatten, stritt jedoch jeder zunächst ab. Zur Fortsetzung des Prozesses sind weitere acht Verhandlungstage vorgesehen, der nächste Termin findet am Dienstag (4. Februar/12.30 Uhr) statt.

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