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Terrorhelfer-Prozess : Angeklagter auf der Flucht - Abschiedsbrief aufgetaucht

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Während seines Prozesses soll sich ein mutmaßlicher Terrorhelfer aus Hamburg ins Ausland abgesetzt haben. Das Gericht setzt die Verhandlung gegen den Deutsch-Afghanen dennoch fort - und zitiert aus einem Abschiedsbrief seiner Ehefrau.

Hamburg | Der Hamburger Prozess gegen einen geflohenen mutmaßlichen Terrorhelfer geht trotz der Abwesenheit des Angeklagten weiter. Das beschloss der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts am Donnerstag. Der Deutsch-Afghane soll sich ins Ausland abgesetzt haben. „Er ist unbekannten Aufenthalts“, sagte der Vorsitzende Richter Klaus Rühle. Gegen den 27-Jährigen wurde Haftbefehl erlassen. Es gebe Hinweise auf einen Abschiedsbrief der Ehefrau des Angeklagten.

Darin stehe, der Verteidiger habe dem 27-Jährigen gesagt, er müsse mit einer Gefängnisstrafe von drei bis vier Jahren rechnen. Das Paar wolle daher nun in ein muslimisches Land gehen, um dort seinen Glauben zu leben. Einen Tag zuvor hatte der Angeklagte bereits das Auto seines Vaters verkauft, wie Rühle sagte.

Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem 27-Jährigen vor, er habe sich spätestens seit Anfang 2009 am „Heiligen Krieg“ beteiligen wollen. Unter dem Einfluss seines Bruders habe er sich radikalisiert und schließlich in Pakistan beim Terrornetzwerk Al-Kaida an Waffen ausbilden lassen. Beim Prozessauftakt Ende Januar hatte der Deutsch-Afghane bestritten, je in einem Terrorcamp gewesen zu sein.

Der Bruder des Angeklagten war Mitte 2012 in Koblenz zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Er galt als wichtiger Verbindungsmann von Al-Kaida in Europa.

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erstellt am 13.Feb.2014 | 12:22 Uhr

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