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Demo für Lampedusa-Flüchtlinge : Aktivisten blockieren Dammtorbahnhof

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Seit Tagen demonstrieren Menschen in Hamburg gegen die Flüchtlingspolitik des Senats. Auch Sonntagabend waren sie aktiv.

shz.de von
erstellt am 21.Okt.2013 | 07:26 Uhr

Hamburg | Rund 170 Menschen haben am Sonntagabend die Polizei in Hamburg beschäftigt. Wie die Beamten mitteilten, behinderten die Aktivisten rund um den Dammtorbahnhof den Verkehr, indem sie in Gruppen auf der Straße liefen oder Baustellenabsperrungen auf die Fahrbahn zogen. Drei Menschen wurden kurzzeitig in Gewahrsam genommen, 71 Aktivisten erhielten einen Platzverweis. Sie hatten sich über soziale Netzwerke verabredet, um gegen Kontrollen afrikanischer Flüchtlinge durch die Polizei zu protestieren.

Etwa 80 Afrikaner leben seit Juni in der St.-Pauli-Kirche. Sie sind nach eigenen Angaben vor dem Bürgerkrieg in Libyen nach Italien geflüchtet, von wo sie weiter nach Deutschland reisten. Sie fordern ein Bleiberecht in Hamburg. Der Senat verlangt, dass sie individuelle Anträge stellen.

Bereits am Samstag waren etwa 70 Randalierer in ein Luxus-Kaufhaus am Hamburger Jungfernstieg gestürmt und einen Schaden von rund 6000 Euro angerichtet. Die unbekannten Täter zerstörten Parfüm-Flaschen, rissen Taschen aus Regalen und beschädigten Türen, teilte eine Polizeisprecherin am Sonntag mit. Danach flüchtete die Gruppe. Die Polizei konnte keinen von ihnen fassen.

Ein direkter Zusammenhang zu den Demonstrationen für die „Lampedusa-Flüchtlinge“ in den vergangenen Tagen könne nicht hergestellt werden, sagte die Sprecherin. Allerdings hätten viele der Randalierer wie die Teilnehmer der Flüchtlings-Demonstrationen Kleidung der linken Szene getragen. Im Laufe des Samstags hätten sich immer wieder kleinere Gruppen mit mehreren Dutzend Menschen an verschiedenen Plätzen in Hamburg versammelt, manche zogen teilweise durch die Innenstadt, hieß es.

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