Nach „Charlie Hebdo“-Anschlag : AfD-Spitzenkandidat in der Kritik

AfD-Spitzenkandidat Jörn Kruse.
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AfD-Spitzenkandidat Jörn Kruse.

„Es ist viel früher passiert, als ich gehofft habe“: Für den einen ist diese Äußerung von Jörn Kruse entlarvend, für den anderen ein einfacher Versprecher.

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12. Januar 2015, 14:24 Uhr

Berlin/Hamburg | Der Spitzenkandidat der Alternative für Deutschland (AfD) für die Hamburger Bürgerschaftswahl, Jörn Kruse, ist wegen einer Äußerung zu den Terrorattacken von Paris scharf kritisiert worden. Kruse ist sich allerdings keiner Schuld bewusst – er fühlt sich missverstanden.

Der Politiker hatte wörtlich gesagt: „Ich habe die große Befürchtung immer gehabt, dass etwas Furchtbares irgendwo bei uns hier, und Paris ist für mich genauso wie Hamburg, gehört zur gleichen Wertegemeinschaft, passieren würde, und leider ist es viel früher passiert, als ich gehofft habe oder als ich erwartet hatte. Ich habe gehofft, es würde an uns vorübergehen.“ Ein AfD-Sprecher sagte, „das war ein einfacher Versprecher“. Kruse habe nicht „gehofft“, sondern „befürchtet“ sagen wollen.

CDU-Generalsekretär Peter Tauber wertete die Äußerung dagegen als entlarvend. „Ein AfD-Vertreter hat ja jetzt in Hamburg sich sogar zu einer Aussage hinreißen lassen, die Anschläge seien zu früh gekommen mit Blick auf die Bürgerschaftswahlen in Hamburg. Das offenbart, wes Geistes Kind der eine oder andere da ist“, sagte Tauber am Montag dem Nachrichtensender n-tv.

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