Gefahrengebiet in Hamburg : Abends Kissenschlacht, nachts Randale

Auf der Reeperbahn kamen mehrere hundert Demonstranten zu einem Kissenschlacht-Flashmob zusammen.
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Auf der Reeperbahn kamen mehrere hundert Demonstranten zu einem Kissenschlacht-Flashmob zusammen.

Mehrere hundert Menschen demonstrieren mit einer Kissenschlacht auf der Hamburger Reeperbahn gegen die Polizeikontrollen in den Gefahrengebieten. Nachts brennen auf der Reeperbahn Weihnachtsbäume und Mülltonnen.

shz.de von
10. Januar 2014, 19:01 Uhr

Hamburg | Mehrere Hundert Menschen haben am Freitag mit einer organisierten Kissenschlacht auf der Hamburger Reeperbahn gegen die nach ihrer Ansicht massiven Polizeikontrollen in den eingerichteten Gefahrengebieten demonstriert. Es kam zu keinen Zwischenfällen. Als Zeichen des friedlichen Protests ließen die Teilnehmer auf dem Spielbudenplatz - in der Nähe der von Randalierern attackierten Davidwache - aufgewirbelte weiße Federn statt Böller durch die Luft fliegen. Bereits in den Tagen zuvor waren Protestler mit Klobürsten als Symbole des gewaltlosen Widerstands durch die Straßen gezogen, andere hatten sich einem Fahrradkorso mit mehreren hundert Radlern angeschlossen.

In der Nacht gab es Randale auf der Reeperbahn. „Auf den Gehwegen abgelegte Weihnachtsbäume wurden angezündet und Mülltonnen in Brand gesetzt“, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Eine Polizistin sei durch einen Flaschenwurf verletzt worden. Die Beamten waren mit einem großen Aufgebot im Einsatz, um die Randalierer in den Griff zu bekommen. Ob es Festnahmen gab, konnte der Sprecher nicht sagen.

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