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Ab Freitag hat Hamburg eine neue Fernbuslinien-Verbindung nach Köln

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erstellt am 14.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Hamburg | Er heißt zwar Berlin Linien Bus (BLB), trotzdem bietet die Fernbusflotte der Deutschen Bahn künftig Busverbindungen abseits von Berlin an. So pendelt der Berlin Linien Bus künftig vier Mal täglich zwischen Hamburg und Köln. Angefahren werden auch Bremen, Münster, Essen, Düsseldorf - und vermutlich bald auch Osnabrück. Mit dem Angebot reagiert die Bahn auf das steigende Angebot der Konkurrenzbetreiber seit der Liberalisierung des Fernbuslinienmarktes. Andere Anbieter wie Mein Fernbus oder Flixbus punkten vor allem mit einem unschlagbaren Preis und versprechen günstige Tickets, die im Durchschnitt 60 bis 80 Prozent unter den Angeboten der Deutschen Bahn liegen. Da zieht die Bahn mit ihrem Berlin Linien Bus mit. Die Tickets zwischen der Rheinmetropole und der Hansestadt kosten zwischen neun und 37 Euro, es gibt Spar- und Aktionspreise.

Der Berlin Linien Bus, der der Bahntochter Bex zu 65 Prozent gehört, wurde 1947 gegründet und fuhr anfangs zwölf Zielorte an. Gegenwärtig umfasst das Angebot des Unternehmens rund 30 nationale und etwa 25 internationale Buslinien. "Der Berlin Linien Bus ist historisch gewachsen", erklärt Egbert Meyer-Lovis von der Deutschen Bahn. Bis zum 31. Dezember 2012 durften Fernbuslinien Fahrgäste innerhalb Deutschlands nicht befördern, um die Deutsche Bahn vor private Busunternehmen zu schützen. Ausnahme: der Berlin Linien Bus (BLB). Für Fernbuslinien von und nach Berlin, die zu Zeiten der Deutschen Teilung aufgrund der damals beschränkten Eisenbahnverbindungen entstanden sind, bestand eine Ausnahmeregelung. Die etablierte Marke will die Deutsche Bahn daher erhalten - trotz des leicht verwirrenden Namens.

Im Norden bleibt der Berlin Linien Bus damit erstmal Marktführer. "Und das wollen wir auch bleiben", sagt Alexander Möller, Sprecher der Geschäftsführung Autokraft. Neben Autokraft kooperiert der Berlin Linien Bus unter anderem mit der Verkehrsgesellschaft Südholstein. Alle Betreiber bedienen gemeinsam die Strecke Hamburg Köln.

Bis Herbst sollen alle Fahrzeuge auf der Strecke Internet haben. Mit einer App können Fahrgäste dann auch die aktuelle Ankunftszeit und den derzeitigen Standort mitverfolgen können. Mit einer Fahrtzeit von sieben Stunden und 15 Minuten ist die Busfahrt allerdings nicht gerade eine schnelle Variante. Hamburgs Zentrale Omnibusbahnhof ist mit 16 An- und Abfahrtsbuchten, Säulen mit Touch-Display und elektronischen Anzeigen auf neustem Stand der Technik und bundesweit führend.

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