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Bundesliga : 8:0! FC Bayern München demütigt HSV

vom

Der HSV erlebt in Bayern eine Katastrophe - die höchste Niederlage in der Bundesliga überhaupt.

shz.de von
erstellt am 14.Feb.2015 | 17:32 Uhr

Es war das 100. Aufeinandertreffen des FC Bayern München und dem Hamburger SV in der Fußball-Bundesliga - und die Bayern fertigten den HSV mit 8:0 (3:0) ab. Die Hanseaten: wehrlos. Der HSV erlebte in der ausverkauften Münchner Arena zwei Jahre nach einem 2:9 einen weiteren Albtraum - und seine höchste Niederlage in der Bundesliga überhaupt.

Dabei hatte Stürmer Ivica Olic noch vor dem Spiel gesagt: „Ich kenne keine Angst vor den Bayern. Wenn wir in der Defensive gut stehen und auch unsere Chance suchen, geht da ja vielleicht etwas.“ Besonders bitter: Der 35-Jährige kehrte an seine alte Wirkungsstätte zurück, denn von 2009 bis 2012 trug der Kroate das Trikot der Münchner.

HSV-Chef Dietmar Beiersdorfer bezeichnete das 0:8 als „beschämend“. Der Vorstandsvorsitzende rief am Samstagabend nach der höchsten Bundesliga-Niederlage des Hamburger SV aber auch dazu auf, Ruhe im Abstiegskampf zu bewahren. „Wir müssen auf der Hut sein. In solchen Situation wird sich dann immer gegenseitig zerpflückt. Das wollen wir nicht tun“, sagte Beiersdorfer. Die Spieler sollten sich nicht äußern, nur die Offiziellen sprachen in München. Man müsse sich bei den Fans in Hamburg und den tausenden mitgereisten Anhängern entschuldigen. „Unsere Pflicht und unsere Aufgabe ist es jetzt, trotzdem die Nerven zu behalten wie auch in anderen schwierigen Situationen bisher und zu versuchen, die Mannschaft wieder einzustellen auf das nächste Spiel.“ Der HSV empfängt am Sonntag kommender Woche Borussia Mönchengladbach.

Und so verlief das Katastrophenspiel: Thomas Müller eröffnete nach 21 Minuten mit einem Foulelfmeter den Torreigen. Der Weltmeister traf ebenso doppelt wie Arjen Robben (36./47.), der seine Saisontore 13 und 14 erzielen konnte, und Mario Götze (23./88.). Robert Lewandowski (56.) und Franck Ribéry (69.) bei seinem Kurz-Comeback rundeten mit ihren Treffern die furiose Münchner Champions-League-Generalprobe ab.

Die Bayern machten mit dem höchsten Saisonsieg einen weiteren großen Schritt zum 25. Meistertitel. Nach dem 100. Nord-Süd-Klassiker lautet die Erfolgbilanz aus Bayern-Sicht: 59 Siege, 22 Remis, 19 Niederlagen.

Bayern-Trainer Pep Guardiola musste am Samstagvormittag kurzfristig umdenken. Xabi Alonso verspürte beim Anschwitzen ein Zwicken im Oberschenkel und fiel für den letzten Probelauf für das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Schachtjor Donezk aus. Aber auch ohne den spanischen Ballverteiler im Mittelfeld brachten sich die Münchner in eine Topverfassung für den heiklen Ausflug in den friedlichen Westteil der Ukraine Anfang der neuen Woche. Holger Badstuber feierte beim FC Bayern ein gelungenes Comeback nach fünf Monaten Verletzungspause, auch Rafinha kehrte nach Sprunggelenks-Blessur ins Team zurück.

Franck Ribéry saß nach auskuriertem Muskelfaserriss dagegen zunächst auf der Bank und wurde erst nach dem 6:0 eingewechselt. Seine Anwesenheit schien die übrigen Bayern-Angreifer zusätzlich anzustacheln. HSV-Torwart Jaroslav Drobny musste gegen Müller (4.) und Götze (8.) einen frühen Rückstand verhindern. Als Götze die Hand von Ronny Marcos traf, verwandelte Müller eiskalt vom Punkt; der siebte Elfmetertreffer des Weltmeisters in der Bundesliga. Kurz danach konnte Drobnys einen Schuss von Müller zwar noch abwehren, aber Götze staubte reaktionsschnell ab.

Der HSV wirkte hilflos. Kapitän Rafael van der Vaart fiel nur durch Foulspiele auf - und nach vorne ging praktisch nichts. Ivica Olic musste nach dem 0:2 raus, offenbar angeschlagen. Die Bayern ließen Ball und Gegner laufen. Glanzpunkt der ersten Hälfte war das 3:0 von Robben, der einen Münchner Konter über Götze und Müller mit einem Traumtor in den linken Winkel abschloss. Das Stadion raste.

Und weiter ging's nach der Pause mit der Münchner Gala und dem Einbahnstraßenfußball. Gerade 75 Sekunden waren gespielt, da hatte Robben erneut getroffen, diesmal sogar mit rechts ins kurze Eck. Der HSV agierte wie ein Absteiger, hilflos, und planlos. Müller konnte aus 23 Metern ungestört Maß nehmen für sein 9. Saisontor. Lewandowski legte umgehend nach. Und Guardiola wechselte danach Ribéry ein. Für den Franzosen nahm er Abwehrspieler Benatia raus - ein Signal nachzulegen. Das tat erst Ribéry im Nachschuss an eine erfolgreich Parade von Drobny gegen Lewandowski. Den Schlusspunkt durfte Götze setzen.

Der FuPa-Liveticker zum Nachlesen:

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