Jubiläum mit 200 Filmen : 30. Internationales Kurzfilmfestival Hamburg

Beim Internationalen Kurzfilmfestival in Hamburg sind vom 3.-9. Juni  rund 200 Kurzfilme aus mehr als 40 Ländern zu sehen.
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Beim Internationalen Kurzfilmfestival in Hamburg sind vom 3.-9. Juni rund 200 Kurzfilme aus mehr als 40 Ländern zu sehen.

Von animiert bis experimentell: Das Programm des Internationalen Kurzfilmfestivals zeigt sich zur 30. Ausgabe vielfältig. Aus einer Rekordzahl von über 6000 Einreichungen wurden die rund 200 Festivalfilme ausgewählt. shz.de mit einem Vorgeschmack.

shz.de von
02. Juni 2014, 12:39 Uhr

Hamburg | Als kleines „No Budget Festival“ begann es 1985 – in seine 30. Ausgabe startet das Internationale Kurzfilmfestival wieder mal mit einem Rekord: Mehr als 6000 Beiträge aus rund 70 Ländern haben die Macher gesichtet. Die 200 daraus ausgewählten Filme laufen von Dienstag (3. Juni) an in den Wettbewerben der sieben Festivaltage.

„Es werden mit jedem Jahr mehr Einreichungen“, sagt Festivalsprecher Tim Gallwitz. Zum einen liege das an den immer besseren Möglichkeiten: Technik und Internet machten es Nachwuchsfilmern immer einfacher. „Zum anderen gibt es auch durch die inzwischen vielen Studiengänge in diesem Bereich eben immer mehr Filmemacher“, sagt er. „Und die scannen auch die Festivallandschaft und bewerben sich.“

1985 war die Veranstaltung als kleines „No Budget Festival“ in nur einem Kino gestartet. Heute trägt nur noch einer von mehreren Wettbewerben den Titel „No Budget“ – und nunmehr acht Orte werden zum Schauplatz des Filmreigens. 15.000 Besucher kamen im vergangenen Jahr zu dem Festival, zu dem auch das – inzwischen 16. – „Mo&Friese“-Kinderkurzfilmfest gehört.

„Als das Festival damals startete, gab es natürlich die Kurzfilmtage von Oberhausen, aber sonst kaum noch etwas daneben“, erklärt Gallwitz. „Inzwischen hat ja fast jede Kleinstadt ihr kleines Festival.“ Doch die Hamburger, die von der Stadt und Sponsoren unterstützt werden, sind zur festen Größe geworden und werden weit über die Stadt hinaus in der Szene beachtet.

Rund 200 Filmemacher reisen in den nächsten Tagen an, um ihre Arbeiten in der Hansestadt vorzustellen. „Sie kommen unter anderem aus Indonesien, Mexiko, Kolumbien und Nigeria sowie aus fast allen Ländern Europas“, berichtet der Festivalsprecher. Neben den Wettbewerben gibt es weitere Programme, so dass insgesamt 300 Kurzfilme aus mehr als 40 Ländern laufen.

Zu den Höhepunkten unter den Wettbewerben, in denen Jurys und Publikum insgesamt 15.000 Euro Preisgelder vergeben, gehört stets der „Flotte Dreier“, den die Hamburger 1988 aus der Taufe hoben. Filme mit einer maximalen Lauflänge von drei Minuten widmen sich jedes Mal einem bestimmten Thema, diesmal dem Doping.

Ein kleiner Vorgeschmack auf das diesjährige Programm:

„Komm und Spiel“ von Daria Belova erzählt die Geschichte eines deutsch-russischen Jungen, der im Spiel die Grenzen zwischen Gegenwart und Vergangenheit, Realem und Surrealem überwindet. Der Film gewann im letzten Jahr den Discovery-Award in Cannes. In Hamburg tritt er im „Deutschen Wettbewerb“ gegen 23 weitere Kurzfilme an.

COME AND PLAY (Teaser) from Max Preiss on Vimeo.

„How to Catch a Bird“ ist die Abschlussarbeit der niederländischen Animationskünstlerin Vera von Wolferen. Die ruhige Animation entstand in Anlehnung an eine Kindheitserinnerung. Der Film wird im Rahmen des „Mo&Friese“-Kinderkurzfilmfests gezeigt.

How to Catch a Bird Teaser from Vera van Wolferen on Vimeo.

Mit „Symphony No. 42“ tritt die Ungarin Réka Bucsi im Internationalen Wettbewerb an. Insgesamt 40 internationale Kurzfilme konkurrieren hier in acht Programmblöcken um den Hamburger Filmpreis. Die Animationskünstlerin erzählt in 47 Szenen von einer Fabelwelt, in der menschliche Charakteristika auf Tiere übertragen wurden.

Symphony no. 42 - teaser from Réka Bucsi on Vimeo.

Der ungewöhnlich animierte Kurzfilm „Bless You“ von Kanadier David Barlow-Krelina tritt im beliebten „Flotten Dreier“ gegen 27 weitere Filme an. Maximal drei Minuten dürfen die Filme dieser Kategorie, in diesem Jahr zum Thema Doping, lang sein.

Bless You from DavidBK on Vimeo.

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