Mogo 2014 : 25.000 Biker holen sich in Hamburg göttlichen Beistand

Nach dem Mogo ging's im Konvoi nach Kaltenkirchen.
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Nach dem Mogo ging's im Konvoi nach Kaltenkirchen.

Biker, Chrom und Tradition: Am Sonntag kam dies in Hamburg beim „Mogo“ zusammen. Nach dem Gottesdienst ging es für die Motorradfahrer auf die Piste und ab zur Party.

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22. Juni 2014, 16:57 Uhr

Hamburg | Tausende Biker sind am Sonntag in Hamburg einer Tradition gefolgt: Beim 31. „Mogo“, dem Motorradgottesdienst, verfolgten rund 25.000 Fahrer im und um den Michel die Zeremonie. Pastor Joachim Lenz stellte die Predigt dieses Mal unter das Motto „Augen auf!“. Das sei eine der Grundregeln für die Biker, sagte er in seiner Predigt. „Aber daran habt Ihr Euch gehalten, sonst wärt Ihr heute nicht hier.“ Seine Worte kamen bei der „Mogo“-Gemeinde an.

„Wenn jeder Gottesdienst so schwungvoll wäre, würden mehr Biker in die Kirche gehen“, meinte eine 36-Jährige aus Marmstorf.Viele Gefährte waren auf Hochglanz poliert, manche Fahrer hatten Sonntagsstaat angelegt, trugen mit Aufnähern und Stickern reich dekorierte Jacken. Dicht an dicht nahmen sie rund um den Michel und zur Zufahrt Aufstellung. „Mit der Maschine kommen wir ja auch schlecht rein in die Kirche“, sagte ein 52-Jähriger Teilnehmer aus Hamburg - und Stillsitzen sei eh nichts für ihn. Wie jedes Jahr wurde auch der Menschen gedacht, die bei Motorradunfällen verunglückten. „Da kann man die Stecknadel fallen hören“, sagte ergriffen ein 51-Jähriger Biker aus Cuxhaven.

Nach dem Gottesdienst drehten die Motorradfahrer auf ihren Maschinen wieder auf. Im Konvoi ging es über die Autobahn 7 zum Abschlussfest ins rund 40 Kilometer entfernte Kaltenkirchen. Dafür wurden Straßen in der Hamburger Innenstadt, sowie die Autobahn 7 zwischen Hamburg-Stellingen und Kaltenkirchen zeitweilig gesperrt.

Nachdem der langjährige „Mogo“-Pastor Erich Faehling vergangenes Jahr verabschiedet worden war, übernahm Pastor Lenz - er organisiert eigentlich evangelische Kirchentage - in diesem Jahr die Aufgabe. Die Hamburger Stelle ist noch unbesetzt. Der 53-Jährige, der seit mehr als 30 Jahren Motorrad fährt und sich als „Gelegenheitsbiker“ bezeichnet, ließ sich die Konvoi-Fahrt jedoch nicht entgehen. chließlich ist auch dies eine Tradition - für die Geistlichen.

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