Hamburg : 18-Jähriger von ICE erfasst

Ein 18-Jähriger spazierte an den Gleisen, dann erfasste ihn ein ICE kurz hinter Hamburg. Das Unfallopfer liegt im Krankenhaus, schwebt aber nicht in Lebensgefahr.

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28. April 2011, 08:39 Uhr

Ein 18-Jähriger Lüneburger ist am Mittwochmorgen von einem ICE auf der Fahrt von Hamburg-Harburg in Richtung Bremen erfasst worden. Das teilte die Bundepolizei Hamburg am Mittwoch mit. Der junge Mann erlitt Verletzungen an der linken Körperhälfte und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Lebensbedrohlich verletzt wurde der 18-Jährige nach Angaben der Polizei aber offenbar nicht.
Nach ersten Ermittlungen der Bundespolizei lief der Lüneburger entlang der Gleise zwischen dem Bahnhof Harburg und dem Bahnübergang Reller in Richtung Bremen. Der Lokführer (33) des ICE 515 leitete umgehend eine Notbremsung ein, als er den jungen Mann an den Gleisen sah, konnte den Zug jedoch nicht mehr rechtzeitig stoppen. Der junge Mann wurde von der Lok erfasst.
Polizei geht von einem Unfall aus
Ein im ICE anwesender Bundespolizist sowie ein Arzt kümmerten sich bis zum Eintreffen eines Rettungswagens um den Verletzten. Anschließend wurde der junge Mann aus dem Gleisbereich gerettet und in ein Krankenhaus gebracht. Der Lokführer wurde vor Ort abgelöst. Für die Rettungsmaßnahmen musste die Strecke rund eineinhalb Stunden gesperrt werden.
Nach Angaben der Bundespolizei ist es durch diesen Vorfall zu erheblichen Störungen im Bahnverkehr gekommen. Ein Sprecher der Hamburger Bundespolizei sagte, "nach jetzigem Sachstand gehen wir von einem Unfall aus. Anzeichen für ein Fremdverschulden liegen nicht vor.“ Die Bundespolizei warnte zudem eindringlich vor leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen. Der Aufenthalt im Gleisbereich sei verboten und könne tödlich enden.
(shz)

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