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Cyclassics in Hamburg : 15.000 Fahrer bei Jedermann-Rennen – André Greipel gewinnt bei Profis

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Auf drei Strecken fahren mehr als 15.000 Radler – die Profis liefern sich unterdessen ein knallhartes Rennen von Kiel nach Hamburg.

shz.de von
erstellt am 23.Aug.2015 | 15:42 Uhr

Hamburg | André Greipel hat die 20. Auflage der Vattenfall Cyclassics in Hamburg gewonnen. Der 33 Jahre alte Radprofi aus Rostock verwies am Sonntag nach 221 Kilometern Vorjahressieger Alexander Kristoff auf Platz zwei. Die Cyclassics sind das einzige deutsche WorldTour-Rennen. Greipel feierte den dritten Sieg eines deutschen Profis in der Hansestadt.

Mit dem erstmaligen Start in Kiel und der traditionellen Zieleinfahrt auf der Hamburger Mönckebergstraße probten die beiden Olympia-Kandidatenstädte für 2024 den Schulterschluss. Die Profis starteten erstmals in der Geschichte des Radrennens in Kiel – und das nicht an Land, sondern quasi zu Wasser: Um kurz vor 11 Uhr nahmen 160 der besten Radfahrer der Welt das Eliterennen im Kieler Hafen vom Deck der „Stena Scandinavica“ aus in Angriff. Die Fährreederei Stena Line ist offizieller Partner der Cyclassics. Die 221 Kilometer lange Strecke führt die Rad-Profis über einen anspruchsvollen und attraktiven Streckenverlauf quer durch Schleswig-Holstein nach Hamburg bis zur spektakulären Zieleinfahrt auf die Mönckebergstraße. Beim Profirennen mit der Welt-Sprintelite wurden mehrere Hunderttausend Zuschauer gezählt.

Aber auch die Freizeitradler - erster Start: 6.45 Uhr - wurden bei strahlendem Sonnenschein kräftig angefeuert. Alle Teilnehmer aus dem Premierenjahr 1996 waren eingeladen worden. Unter anderem Ex-Nationalspieler Horst Hrubesch, DFB-Sportdirektor Hansi Flick und Nachrichtensprecher Marc Bator haben sich als aktive Radsportler bestätigt. Sie starteten im über 15.000 Fahrer starken Jedermann-Feld. Drei Strecken über 55 (5608 Finisher), 100 (7521) und 155 Kilometer standen den Hobbyradlern für Startgebühren zwischen 54 und 82 Euro zur Auswahl. Sie trugen wie immer erheblich zur Gesamtfinanzierung der Veranstaltung bei, die für nächstes Jahr auf der Suche nach einem neuen Hauptsponsor ist.

„Kopfball-Ungeheuer“ Hrubesch, Trainer der deutschen U21-Nationalmannschaft, stand am Start der 55 Kilometer-Strecke. „Ich bin aber nicht zu Ende gefahren, das war mir zu chaotisch mit den vielen Teilnehmern. Ich muss mich gesundheitlich ein bisschen vorsehen, bei mir wurden einige Bandscheiben versteift. Spaß hat's aber trotzdem gemacht“, sagte der 64 Jahre alte Vize-Weltmeister von 1982, der sich mit Radfahren fit hält. „Erlebnis geht vor Ergebnis“, sagte der erprobte Hobbyfahrer Bator, der sich auch als Radsport-Manager betätigt. Nach einer ersten Bilanz der Veranstalter verliefen zahlreiche Stürze weitgehend glimpflich.

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