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„Argumente für ein NEIN zu Olympia“ : 10.000 Unterschriften gegen Olympia in Hamburg

vom

Im November stimmt Hamburg in einem Referendum über die Olympia-Bewerbung ab. Auch die Gegner wollen ins Info-Heft.

Hamburg | Die Initiative „Argumente für ein NEIN zu Olympia“ hat am Donnerstag nach eigenen Angaben 10.240 Unterstützer-Unterschriften beim Hamburger Landeswahlamt abgegeben. Damit soll sichergestellt sein, dass eine Stellungnahme gegen Olympische Spiele und „für etwas Besseres als Olympia“ im Informationsheft zum Referendum am 29. November platziert wird. Für das NOlympia-Netzwerk unterzeichneten die Grüne Jugend Hamburg, der Landesvorstand Die Linke und der AStA der Universität Hamburg.

Deutschland will sich mit Hamburg für Olympia 2024 bewerben - das steht seit dem 17. März 2015 fest. Zentrum des Sportspektakels soll eine „Olympic City“ auf einer Elbinsel, dem Kleinen Grasbrook, werden. Wettbewerbe sollen aber auch im Umland ausgetragen werden. Der DOSB und Hamburg werden die Kandidatur am 15. September 2015 beim Internationalen Olympischen Kommitee (IOC) anmelden. Die IOC-Session wählt erst im Sommer 2017 in Lima/Peru die Olympia-Stadt für die Sommerspiele 2024. Weitere Kandidaten sind Los Angeles, Budapest, Paris und Rom.

Vor dem Olympia-Referendum am 29. November 2015 wird ein Informationsheft an alle wahlberechtigten Einwohner Hamburgs versandt, in dem die Bürgerschaft und der Senat jeweils auf acht Seiten zu der Bewerbung um Olympia 2024 Stellung nehmen. Eine weitere Stellungnahme muss aufgenommen werden, wenn diese in der Zeit vom 27. August bis zum 16. September 2015 von mindestens 10.000 Wahlberechtigten der Stadt unterstützt wurde.

Die Bezirksämter prüfen laut Innenbehörde nun die Gültigkeit der eingereichten Unterschriften. Anschließend will der Senat spätestens auf seiner Sitzung am 6. Oktober feststellen, ob das Quorum erreicht worden und die Stellungnahme im Info-Heft abgedruckt werden muss.

Der Olympische Sportbund (DOSB) teilt unterdessen mit, dass 63 Prozent der Menschen in Hamburg für eine Olympia-Bewerbung der Hansestadt seien. Das habe eine vom DOSB in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa ergeben. In ganz Deutschland sei die Bewerbung Hamburgs von 66 Prozent der Bürgerinnen und Bürger positiv aufgenommen worden, heißt es.

Bei den unter 30-jährigen Hamburgern liegt die Befürwortung von Spielen laut Forsa bei 71 Prozent. „Wir freuen uns, dass unser täglich klarer werdendes Konzept, das insbesondere auf ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit setzt, gerade auch junge Menschen besonders anspricht“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann.

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erstellt am 17.Sep.2015 | 16:19 Uhr

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