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19. August 2017 | 15:22 Uhr

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ein vorbestrafter Angeklagter, der eine 58-jährige Frau in ihrer Wohnung in Hamburg vergewaltigt und ausgeraubt hat, kommt für siebeneinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht verurteilte den 46-Jährigen gestern unter anderem wegen besonders schwerer Vergewaltigung, besonders schweren Raubes und Freiheitsberaubung. „Es ist das Urteil über eine verstörende, für das Opfer schreckliche und bis heute nachwirkende Tat“, sagte die Vorsitzende Richterin, „eine Tat, deren “Warum„ nicht wirklich geklärt werden konnte.“ Eine anschließende Sicherungsverwahrung, wie von Staatsanwaltschaft und Nebenklage gefordert, ordnete das Gericht nicht an – weil die Rückfallwahrscheinlichkeit sehr gering sei. Der 46-Jährige hat fast die Hälfte seines Lebens im Gefängnis verbracht, vor allem wegen mehrerer Überfälle. Vor knapp einem Jahr hatte sich der drogenberauschte Angeklagte nach Feststellung des Gerichts im Internet Pornofilme mit geknebelten und gefesselten Frauen angesehen. „Da entschlossen Sie sich, so ein Szenario nachzustellen“, sagte die Richterin. Der Mann habe einen Rucksack mit Handschellen, Gaspistole, Küchenmesser, Stock und Strumpfmaske gepackt – und der Nachbarin seiner Freundin aufgelauert. Er überwältigte und fesselte sie, verklebte ihr die Augen und vergewaltigte sie schließlich in ihrer Wohnung. Außerdem raubte er die EC-Karte der wehrlosen Frau. Vier Monate späterwurde der 46-Jährige beim Pilgern auf dem Jakobsweg in Spanien gefasst.

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erstellt am 29.Aug.2013 | 10:06 Uhr

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