Nach Aussetzungen im Sommer : Mehr Vermittlungen: Lage in Hamburger Tierheim entspannt sich

Katze, Schlange, Wellensittich: Das sind nur einige der Tiere, die im Sommer in Hamburg ausgesetzt wurden.

Katze, Schlange, Wellensittich: Das sind nur einige der Tiere, die im Sommer in Hamburg ausgesetzt wurden.

Deutschlands zweitgrößtes Tierheim beherbergt derzeit 1163 Tiere. Im Hochsommer sah das noch ganz anders aus.

shz.de von
29. August 2018, 07:49 Uhr

Hamburg | Die Lage im Hamburger Tierheim an der Süderstraße entspannt sich nach dem Hochbetrieb zur Sommerferienzeit langsam. Derzeit leben 1163 Tiere in Deutschlands zweitgrößtem Tierheim. Mitte Juli waren es noch 1417 Katzen, Hunde und Kaninchen. 450 Tiere wurden im Zeitraum vom 1. Juni bis zum 15. August ausgesetzt, berichtete Sven Fraaß, Sprecher des Hamburger Tierschutzvereins. Das ergebe eine monatliche Quote, die in etwa drei Mal so hoch sei wie in ruhigen Monaten.

Inzwischen kann das Tierheim ein bisschen aufatmen. „Die Zahl an Vermittlungen der ausgesetzten Tiere steigt nach der Ferienzeit wieder an. Gleichzeitig gibt es weniger Aussetzungen“, so Fraaß. Nur im Einzelfall werde dabei das Tier nach den Ferien vom ehemaligen Besitzer wieder abgeholt.

Auch streunende Katzen finden im Hamburger Tierheim Zuflucht. Derzeit streunen etwa 10.000 Katzen durch die Stadt. Die Hansestadt bezuschusst die Kosten der Kastration der Tiere. „Das ist gut, aber eine Kastrationspflicht für alle freilaufenden Katzen wäre natürlich noch hilfreicher“, sagte Fraaß. Derzeit plant die Stadt Hannover eine solche Regelung. Die neue Verordnung, die noch im Herbst vom Rat auf den Weg gebracht werden soll, besagt, dass alle freilaufenden Katzen kastriert und registriert werden müssen.

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