Unfallstatistik 2018 : Mehr Verkehrsunfälle mit Senioren in Hamburg

Hamburgs Straßen werden immer voller.

Hamburgs Straßen werden immer voller.

Immer mehr alte Menschen auf Straßen mit immer mehr Verkehr - das schlägt sich in der Unfallbilanz nieder.

shz.de von
09. September 2018, 09:16 Uhr

Hamburg | Während die Gesamtzahl der Unfälle in Hamburg sinkt, gibt es immer mehr Unfälle mit älteren Menschen – in vielen Fällen waren diese auch die Hauptverursacher. Das geht aus einer internen Auswertung der Innenbehörde zur Verkehrsunfallbilanz hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

„Die demografische Entwicklung beeinflusst wesentlich die Bevölkerungsstruktur in Hamburg“, heißt es darin. „Dies macht sich auch bei den Verkehrsunfällen bemerkbar.“ Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Senioren ist in Hamburg in den ersten sechs Monaten dieses Jahres weiter gestiegen.

Trotz der steigenden Zahl der Verkehrsteilnehmer sank die Zahl der Unfälle insgesamt im ersten Halbjahr um 1,7 Prozent auf 33.273. Die Zahl der Seniorenunfälle legte dagegen im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 5970 auf 6117 zu – ein Plus von 2,5 Prozent. Die Zahl der Unfälle mit jungen Erwachsenen – die aufgrund geringerer Erfahrung und höher Risikobereitschaft ebenfalls als stärker unfallgefährdet gelten – sank im gleichen Zeitraum um 6,6 Prozent von 5615 auf 5246. Schon 2017 war hier ein Rückgang verzeichnet worden.

Zugenommen haben bei den Senioren auch Unfälle mit Personenschäden. Waren es in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres 739, wurden im ersten Halbjahr 2018 schon 752 gezählt (plus 1,8 Prozent).

Die Zahl der dabei getöteten Senioren stieg von drei auf fünf. 76 Senioren wurden schwer (2017: 77), 399 leicht verletzt (398). Bei 3760 Unfällen waren Senioren Hauptverursacher, 125 oder 3,4 Prozent mehr als 2017.

Die Unfälle, bei denen 18 bis 24-Jährige im ersten Halbjahr dieses Jahres als Hauptverursacher ausgemacht wurden, verringerten sich um 8,3 Prozent von 3357 auf 3078. 541 junge Erwachsene wurden bei Verkehrsunfällen leicht (2017: 576), 42 schwer verletzt (42). Zwei junge Erwachsene kamen ums Leben, einer mehr als im Vorjahreszeitraum.

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