Erneuter Fund in Container in Hamburg : Mehr als zehn Millionen Schmuggelzigaretten beschlagnahmt

In dem Container aus China sollten laut Papieren Sonnenbrillen sein. In Wahrheit war er bis oben hin mit geschmuggelten Zigaretten gefüllt. Ein ähnlicher Fall sorgte im Januar für Aufsehen.

shz.de von
01. Februar 2016, 11:48 Uhr

Hamburg | Sonnenbrillen sollten aus China kommen - doch die Hamburger Zollbeamten entdeckten stattdessen mehr als zehn Millionen Schmuggelzigaretten in einem Container. Als der 37-jährige Empfänger im Januar die Box im Hafen abholen wollte und versuchte, die unverzollten und unversteuerten Zigaretten vor der Röntgenkontrolle des Containers zu tarnen, schlugen die Fahnder zu: Der mutmaßliche Schmuggler wurde festgenommen und kam in Untersuchungshaft, wie die Beamten am Montag mitteilten.

Es ist bereits der dritte große Fund für den Zoll innerhalb von drei Monaten. Erst im November und Dezember hatten Zollfahnder in Travemünde in zwei Lastwagen aus Lettland insgesamt mehr als elf Millionen Schmuggelzigaretten beschlagnahmt. Ende Januar waren in einem Container aus Vietnam rund 10,5 Millionen Zigaretten gefunden worden. Auch hier war die Ware als Sonnenbrillen deklariert gewesen.

Der Festgenommene soll eine Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall begangen haben - mit einem Steuerschaden von mehr als 2,1 Millionen Euro. Ob der Tatverdächtige auch für die Zigarettenlieferung aus Vietnam verantwortlich ist, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht bestätigt werden. „Die Machart ist hier die gleiche wie bei dem früheren Fund“, sagte Stephan Meyns vom Zollfahndungsamt Hamburg gegenüber shz.de. Die zwei Container seien im Januar aber zeitlich unabhängig voneinander vom Zoll entdeckt worden.

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