ANSTOSS – Die HSV-Kolumne : Matthias Ostrzolek stößt an seine Grenzen

<p>Lars Zimmermann</p>

Lars Zimmermann

Unser Autor Lars Zimmermann hat schon Ideen für neue Spieler beim HSV.

shz.de von
08. Januar 2016, 15:20 Uhr

Hamburg | Es gab in der Hinrunde einige Gewinner beim HSV. Matthias Ostrzolek gehört definitiv nicht dazu. Die Saison begann für ihn mit einem desaströsen Auftritt gegen Bayern, als er bei der 0:5-Niederlage des HSV den Münchenern gleich zwei Treffer auflegte und beim fünften Treffer tollpatschig auf dem Boden landete. Danach wurde es zwar besser, aber nie wirklich gut. Es ist immer noch nicht zu erkennen, warum der HSV vor anderthalb Jahren so hart um den damaligen Augsburger Linksverteidiger kämpfte und eine Millionenablöse für ihn zahlte.

Während andere enttäuschende Neuzugänge der Vorsaison wie Lewis Holtby und Nicolai Müller inzwischen durchstarten, scheint Ostrzolek immer noch nicht richtig in der Hansestadt angekommen. Er mag ein charakterlich einwandfreier Spieler sein, wie ihn sich jeder Trainer wünscht. Auf dem Spielfeld wirkt Ostrzolek aber regelmäßig wie ein Fremdkörper.

Er gibt zwar kämpferisch regelmäßig alles, allerdings kommt meistens nicht wirklich etwas dabei herum. Gerade gegen stärkere Gegner scheint er an seine Grenzen zu stoßen. Und der gepflegte Spielaufbau liegt ihm ungefähr so sehr wie Lionel Messi Kopfballduelle im eigenen Strafraum.

Um sich zu verbessern, braucht der HSV deshalb über kurz oder lang einen neuen Linksverteidiger. Die passende Lösung könnte ein Weltmeister sein. Erik Durm dürfte bei Borussia Dortmund in absehbarer Zeit keine Chance auf einen Stammplatz haben. Zwar läuft sein Vertrag noch bis 2019. Aber Durm dürfte kein Interesse daran haben, die kommenden Jahre vornehmlich auf der Bank zu sitzen. Eine hohe Ablöse können die klammen sich zwar nicht leisten. Aber vielleicht wäre ein Leihgeschäft möglich. Dem Kader des HSV würde ein Weltmeister jedenfalls gut zu Gesicht stehen. Auch wenn der vermutlich ein wenig Zeit bräuchte, um wieder in Form zu kommen.

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