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Anstoss – Die HSV-Kolumne : Markus Gisdol hat keinen Plan B

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 07.Mai.2017 | 09:00 Uhr

Hamburg | Der HSV hatte in den vergangenen Wochen mit einigen Verletzungen zu kämpfen. Am schmerzhaftesten ist jedoch der Ausfall von Nicolai Müller. Er ist einer der wenigen Akteure, die nicht zu ersetzen sind. Müller ist kein überragender Techniker und es gab schon etliche Partien, in denen der Rechtsaußen nicht zu sehen war. Aufgrund seiner Schnelligkeit und Laufstärke ist er aber im System von Trainer Markus Gisdol unverzichtbar.

Gisdol setzt auf wenig Ballbesitz, schnelles Umschalten und aggressives Anlaufen der gegnerischen Abwehr. Einen Plan B gibt es nicht. Für diese Spielweise ist Müller prädestiniert. Genauso wie Filip Kostic und Bobby Wood. Als dieses Trio zusammen auf dem Platz stand, hatten die Hamburger ihre stärkste Phase in dieser Saison. Wenn jedoch einer von ihnen oder gar mehrere fehlen, macht sich das sofort negativ bemerkbar. Nur dieses Trio bringt die notwendige Geschwindigkeit mit, um den Gegner zu überlaufen. Eine Fähigkeit, die für eine Mannschaft wie die Hamburger existentiell notwendig ist. Wenn der HSV mit ruhigem und gepflegtem Kombinationsfußball zum Erfolg kommen will, ist eine Pleite vorprogrammiert. Das zeigen die vergangenen Wochen.

Die Abhängigkeit von dem Offensivtrio ist auch deshalb so groß, weil der Ersatz nicht überzeugt. Pierre-Michel Lasogga und Luca Waldschmidt sind keine Hilfe. Bakery Jatta braucht noch Zeit, um zu reifen. Auch Michael Gregoritsch stagniert. Das österreichische Talent schien den Durchbruch schon fast geschafft zu haben, ist aber inzwischen nur noch Mitläufer und wohl doch nicht mehr als ein durchschnittlicher Erstligakicker. Waldschmidt hilft bestenfalls dem Regionalligateam weiter. Wieso die Hamburger für ihn eine Millionenablöse bezahlt haben, erschließt sich beim besten Willen nicht.

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