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Hamburg : Mann soll Fünfjährige in Flüchtlingsunterkunft missbraucht haben

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Der Verdächtige stammt offenbar aus dem familiären Umfeld des syrischen Mädchens. Der Mann sitzt in U-Haft.

Hamburg | In einer Hamburger Flüchtlingsunterkunft hat es offenbar einen schweren sexuellen Missbrauch gegeben. Die Polizei hat einen 31 Jahre alten Asylbewerber aus Syrien festgenommen. Der Verdacht: Er soll sich an einem fünfjährigen Flüchtlingsmädchen vergangen haben. „Wir haben einen 31-Jährigen in Untersuchungshaft genommen“, bestätigte Nana Frombach, Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft, einen entsprechenden Bericht der „Bild“-Zeitung. Haftgrund sei der Verdacht auf sexuellen Missbrauch. Weitere Einzelheiten geben die Ermittler „aus Gründen des Opferschutzes“ allerdings zunächst nicht bekannt.

Was wir wissen: Der Vorfall ereignete sich bereits Anfang Januar in der Zentralen Erstaufnahmestelle an der Sportallee (Groß Borstel). Dort waren sowohl der mutmaßliche Täter als auch die Fünfjährige untergebracht. Der 31-Jährige soll aus dem familiären Umfeld des Mädchens stammen. Ihre Mutter habe Verdacht geschöpft, hieß es, und daraufhin die Polizei alarmiert. Die Fahnder ermittelten daraufhin den Syrer als Tatverdächtigen und nahmen ihn fest.

Die Strafverfolgungsbehörden informierten die Öffentlichkeit allerdings nicht von sich aus über den Vorfall. Die Sprecherin der Staatsanwalt begründete dies mit der Absicht, die Ermittlungen nicht zu gefährden. Nana Frombach verwies auf einen sexuellen Übergriff Anfang Januar in Hamburg-Ohlstedt. Damals soll ein Flüchtling vor einem Gymnasium ein zehnjähriges Mädchen gegen deren Willen auf den Mund geküsst haben. Die Schülerin war nach Bekanntwerden des Falles und heftigen öffentlichen Reaktionen zunächst nicht mehr bereit, den Fahndern gegenüber auszusagen. Ähnliches solle im aktuellen Fall vermieden werden.

Ebenfalls am Freitag wurde ein weiterer Übergriff mit einem möglichen sexuellen Hintergrund in einer Hamburger Erstaufnahmeunterkunft bekannt. In der Einrichtung Jenfelder Moor hat demnach Anfang dieser Woche ein 14-jähriger Afghane zwei neun und zehn Jahre alte Brüder, auch sie aus Afghanistan, auf dem Weg zur Toilette abgefangen. Der Jugendliche soll dem jüngeren Jungen den Mund zugehalten, ihn geschlagen und in eine der Toiletten gezerrt haben. Dabei habe er mit einer Vergewaltigung gedroht und sich vor dem Kind entblößt, heißt es. Der ältere Bruder holte die Mutter, die ihren Sohn befreite. Der 14-Jährige wurde festgenommen, ist inzwischen aber wieder frei.

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erstellt am 05.Feb.2016 | 15:22 Uhr

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