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Berwan Al-Zin : Linke-Mitarbeiterin aus Hamburg im Irak im Gefängnis

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Berwan Al-Zin sollte sich über die Flüchtlingssituation im Nord-Irak informieren. Sie überquerte die Grenze nach Syrien.

shz.de von
erstellt am 04.Apr.2016 | 11:07 Uhr

Hamburg | Eine Mitarbeiterin der Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft ist in der nordirakischen Stadt Erbil festgenommen worden und befindet sich in Haft. Nach Informationen der Hamburger Morgenpost geht es um die 32 Jahre alte Berwan Al-Zin. Der Frau werde vorgeworfen, die Grenze nach Syrien illegal überquert zu haben. Der Linke-Abgeordnete Martin Dolzer sagte der Morgenpost, seine Mitarbeiterin habe sechs Tage lang nicht telefonieren dürfen.

Im Irak kontrolliert die Terrormiliz „Islamischer Staat“ mehrere Provinzen. Das auswärtige Amt hat eine Reisewarnung für den Irak ausgegeben, die mit Einschränkungen auch für die Region Kurdistan-Irak gilt. Hier liegt die Stadt Erbil, die zwar nicht direkt von Kämpfen betroffen ist - aber auch nicht weit entfernt von IS-Gebiet.

Beriwan Al-Zin sei in der Region unterwegs, um sich über die politische und humanitäre Lage dort zu informieren. Bereits seit Januar untersuchte sie im Auftrag des Abgeordneten die Flüchtlingssituation. Sie soll am 22. März illegal die Grenze zwischen der Kurdischen Autonomieregion (KRG) und dem nordsyrischen Rojava überquert haben.

Laut Dolzer wurden weder die Deutsche Botschaft in Bagdad noch das Generalkonsulat in Erbil rechtzeitig über die Festnahme der deutschen Staatsbürgerin informiert. Beriwan Al-Zin gehe es den Umständen entsprechend gut.

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