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Hamburg : Letzte Hanseboot-Messe öffnet ihre Tore

vom

Die Bootsmesse öffnet am Samstag vom 28. Oktober bis zum 5. November.

shz.de von
erstellt am 27.Okt.2017 | 12:23 Uhr

Hamburg | Zum letzten Mal öffnet am Samstag die Bootsmesse Hanseboot auf dem Hamburger Messegelände vom 28. Oktober bis 5. November ihre Tore. Rund 520 Aussteller präsentieren die Welt des Wassersports. Ende September hatte Messechef Bernd Aufderheide überraschend das Aus der Traditionsmesse angekündigt. Er begründete die Entscheidung mit rückläufigen Aussteller- und Besucherzahlen. 2016 ließen sich nur noch 60.000 Besucher locken, zu Spitzenzeiten waren es mehr als 100.000.

Die Branche schwächelt auch auf der Herstellerseite. Die sieben größeren Betriebe in Hamburg und Schleswig-Holstein produzierten im vergangenen Jahr Boote und Jachten im Wert von rund 119 Millionen Euro. Das sei ein Rückgang um rund zwei Drittel, wobei das Vorjahr von der Ablieferung spektakulärer Megajachten geprägt gewesen sei, teilte das Statistikamt Nord am Freitag mit. Weiterhin hätten zwölf Unternehmen im Norden Reparaturen, Instandhaltungs-, Um- und Ausbauarbeiten im Wert von 31 Millionen Euro ausgeführt. Das entspreche einem Rückgang von rund zehn Prozent.

Auch bundesweit herrscht eher Flaute. Die größeren Betrieb mit mehr als 20 Beschäftigten haben Boote und Jachten im Wert von einer Milliarden Euro hergestellt, 14 Prozent weniger als im Vorjahr. Dazu zählen auch große Megajachten, die für ausländische Milliardäre gebaut werden. Es gibt darüber hinaus viele kleiner Bootswerften, die zum Beispiel Segelboote bauen und reparieren und nicht in der Statistik vorkommen.

Bei der letzten Hanseboot wollen rund 520 Aussteller wollen die Welt des Wassersports präsentieren, wie die Hamburg Messe ankündigte. Angesichts des Endes der seit 1961 veranstalteten Messe kündigte ihr Projektleiter Heiko Zimmermann an: „Grund genug für uns, auf der letzten Hanseboot noch einmal alles zu geben und diese faszinierende Branche mit all ihren Facetten zu präsentieren.“ Die Eintrittspreise wurden auf das Niveau von 1961 gesenkt. Damals kostete ein Ticket sechs D-Mark, heute drei Euro.

Entlang eines Steges soll sich in Halle B6 besonderes Hafenflair entwickeln, weil hier Motor- oder Segelboote festmachen. Da darf im Hafen-Café mit maritimer Lounge gestaunt und gefachsimpelt werden. Der Segelcampus wird als „idealer Ort für Einsteiger“ angepriesen - den Umgang mit Schot und Pinne an der Jolle gibt es inklusive. Wer den direkten Wasserkontakt sucht, kann sich in der Funsport Halle (B1. EG) im Wasserbecken beim Wakeboarden, Stand-Up-Paddling oder Seabob-Fahren ausprobieren.

Wer jedoch über das Wasser gehen möchte, muss sich schon auf einer Slackline (Band) beweisen. Auch die Neuheit Kitefoilen - Kitesurfen bei Leichtwind - soll nicht fehlen. Für beschädigte Boote finden Besucher in den „Boatfit“-Hallen Hilfe. Experten erläutern in Vorträgen und Workshops handwerkliche Tipps. Zubehör und Ausrüstungen runden das Angebot ab.

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