Gala in Hamburg : Lenny Kravitz eröffnet Deutschen Radiopreis

Lenny Kravitz wird in Hamburg erwartet.
Lenny Kravitz wird in Hamburg erwartet.

Die Macher des Deutschen Radiopreises versprechen ein „Jahr der Superlative“. Neben Kravitz stehen unter anderem Dua Lipa und Glasperlenspiel auf der Bühne.

shz.de von
01. September 2018, 12:05 Uhr

Hamburg | US-Rockstar Lenny Kravitz (54) eröffnet die Gala zur Verleihung des Deutschen Radiopreises in Hamburg. Der mehrfache Grammy-Gewinner werde am kommenden Donnerstag zu Beginn und am Ende der Veranstaltung Songs aus seinem noch unveröffentlichten elften Studioalbum „Raise Vibration“ singen, sagte Joachim Knuth, Hörfunk-Programmdirektor beim Norddeutschen Rundfunk (NDR).

Der NDR richtet die Verleihung der in elf Kategorien ausgelobten Preise bereits zum neunten Mal federführend aus. Stifter sind die Hörfunkprogramme der ARD, Deutschlandradio und die Privatradios in Deutschland.

„Ein Musiker zu sein, Songs aufzunehmen und im Radio zu laufen – davon träumst Du ein Leben lang“, sagte Kravitz zur Radiopreis-Einladung. Er habe es schon als Kind geliebt, Radio zu hören. „Die unterschiedlichsten Hits aus allen Genres – von Frank Sinatra über Simon & Garfunkel bis zu Aretha Franklin, Elvis und den Beatles. Und dann hat das Radio den Menschen meine Musik zugänglich gemacht. Das ist großartig!“

Mehr Einreichungen denn je

Neben Lenny Kravitz werden Max Giesinger, Revolverheld, Dua Lipa, Namika und Glasperlenspiel vor knapp 1000 erwarteten Gästen auf der Bühne im Schuppen 52 im Hamburger Hafen stehen. Durch den Abend führt Barbara Schöneberger.

In diesem Jahr gebe es gleich mehrere Superlative, sagte Knuth. „Der Radiopreis wächst. Wir haben in diesem Jahr mehr Einreichungen denn je bekommen. 133 Sender haben sich beteiligt; vergangenes Jahr waren es 127. Wir hatten 62 Radiosender, die die Gala live übertrugen. Dieses Jahr sind es 68. Das ist schon ein Ausdruck besonderer Vitalität.“

Radiomachern ein Gesicht geben

Unter den Laudatoren sind die Olympiasiegerinnen im Beachvolleyball, Laura Ludwig und Kira Walkenhorst, für die Preisträger in der Kategorie beste Programmaktion, „Tagesthemen“-Moderator Ingo Zamperoni (Beste Moderation) und die Aufsichtsratschefin der Funke Mediengruppe, Julia Becker (Beste Reportage). Die Preisträger in den anderen Kategorien werden von Ex-Bundesminister Norbert Blüm, den Schauspielern Esther Schweins, Jasmin Tabatabai und Heikko Deutschmann, den Sängern Max Giesinger und Johannes Strate sowie der Moderatorin Mareile Höppner geehrt.

Radio werde zumeist „als etwas ganz Normales angesehen, das in einem festen Koordinatensystem einen sicheren, aber nicht so spektakulären Platz hat“, sagte Knuth. „Einmal im Jahr wird aus diesem Allgemeingut das Besondere, das Außergewöhnliche, das Singuläre akzentuiert. Wir zeigen den Radiojournalismus in seiner ganzen Vielfalt und geben denen, die das machen, ein Gesicht.“

„Renaissance des Hörens“

Eine Jury entscheidet über die Vergabe der undotierten Preise. „Nicht wir sitzen da und belobigen uns selbst, sondern eine vom Grimme-Institut zusammengestellte, vollkommen unabhängige Jury“, betonte Knuth. „Das macht den Preis so wertvoll. Und zwar wertvoller als jede Dotierung sein könnte. Wenn man sich in der Branche umsieht, erkennt man, wie stolz und wie selbstbewusst die Sender schon sind, wenn sie nominiert werden.“

Radio sei mit „seiner robusten Alltagstauglichkeit“ im digitalen Zeitalter angekommen. „Ich glaube, dass es eine Renaissance des Hörens gibt. Schauen sie in der S-Bahn: Die Menschen haben Stöpsel im Ohr. Sie hören. Das Audiphone lebt. Und wir als Radiomacher müssen dafür Sorge tragen, dass auch weiter Radio und unsere Inhalte gehört werden.“

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