Hamburger Landgericht : Lebenslang für Mord an jungem Vater – Mehr als 40 Messerstiche

Hamburger Landgericht verurteilt einen 33-jährigen Deutschen. Bei der Tat anwesend war auch ein fünfjähriges Kind.

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25. Juni 2018, 18:39 Uhr

Hamburg | Wegen Mordes und vierfacher Körperverletzung hat das Hamburger Landgericht einen 33-jährigen Deutschen zu lebenslanger Haft und Sicherungsverwahrung verurteilt. Der Ärger und Frust über das Ende seiner Beziehung zu einer Frau habe dazu geführt, dass der Angeklagte deren Bruder mit über 40 Messerstichen tötete, erklärte die Vorsitzende der Strafkammer, Birgit Woitas, am Montag in der Urteilsbegründung.

Er sei in der Nacht zum 27. Juni 2017 in die Wohnung des 41-Jährigen in Hamburg-Lurup eingedrungen und habe ihm vor dem Zustechen zugerufen: „Du wirst deine Kinder nicht wiedersehen!“ Das Opfer lebte mit der Schwester des Angeklagten zusammen. Beide hatten einen gemeinsamen drei Tage alten Sohn. Bei der Tat anwesend war auch eine fünfjährige Tochter der Frau.

Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haft und Sicherungsverwahrung und zudem die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld gefordert. Die Verteidigung hatte beantragt, den Angeklagten nur wegen Totschlags zu verurteilen, ohne ein konkretes Strafmaß zu nennen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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