G20-Krawalle : Laserattacke auf Polizei-Hubschrauber: Pilot kann noch nicht aussagen

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Der 27-Jährige soll aus dem Fenster einer Dachgeschosswohnung mehrmals einen grünen Laserstrahl auf einen Polizeihubschrauber gerichtet haben. /Symbolbild

Der Polizist war Pilot in dem Hubschrauber. Aus formellen Gründen muss seine Aussage verschoben werden.

shz.de von
10. Januar 2018, 17:52 Uhr

Hamburg | Die geplante Aussage des Hubschrauberpiloten im Prozess um eine Laserattacke während des G20-Gipfels ist am Mittwoch aus formellen Gründen verschoben worden. Nach wenigen Fragen der Verteidigung stellte sich heraus, dass der 53 Jahre alte Pilot womöglich eine Aussagegenehmigung der Hamburger Polizei braucht. Andernfalls gehe er das Risiko ein, sich strafbar zu machen.

Daraufhin wollte der Zeuge zunächst keine weiteren Fragen beantworten. Zuvor hatte der Pilot eine Aussagegenehmigung der bayrischen Polizei eingeholt, der er normalerweise unterstellt ist.

Während der Verhandlung stellte sich heraus, dass sich sein Fall wahrscheinlich von anderen Verfahren unterscheidet, in denen Beamte aus anderen Bundesländern aussagen müssen, da für fliegendes Personal andere Regelungen greifen. Die Aussage des Hubschrauberpiloten soll nun am 28. Februar erfolgen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 27 Jahre alten Angeklagten einen versuchten gefährlichen Eingriff in den Luftverkehr und gefährliche Körperverletzung vor. Nach Darstellung der Behörde vom Mittwoch richtete der gebürtige Greifswalder am Abend des 6. Juli aus dem Fenster einer Dachgeschosswohnung mehrmals einen grünen Laserstrahl auf den Polizeihubschrauber, der in einer Höhe von 400 Metern über Altona kreiste.

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