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Anstoss - Die HSV-Kolumne : „Lasagne“ muss raus aus der Wohlfühloase

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Unser Kolumnist Larz Zimmermann zählt in dieser Woche den einstigen Hoffnungsträger Pierre-Michel Lasogga an.

Hamburg | Pierre-Michel Lasogga steht in den kommenden Wochen besonders auf dem Prüfstand. Die Verpflichtung Sven Schipplocks beweist, dass Trainer Bruno Labbadia dem ehemaligen Hoffnungsträger längst nicht mehr vorbehaltlos vertraut. Lasogga wurde Ende der vergangenen Saison von Labbadia noch in Watte gepackt, weil er ihn im Abstiegskampf brauchte.

Doch der Kuschelkurs ist endgültig vorbei. Der Stürmer muss nun endlich liefern – und zwar beständig. Was er in der vergangenen Saison zeigte, war häufig eine Frechheit. Wer den Angreifer auf dem Platz sah, wusste, warum sein Spitzname bei seinem früheren Klub Hertha BSC Berlin „Lasagne“ lautete. Lasogga wirkte nicht fit. Auch seine ständigen Muskelverletzungen lassen darauf schließen, dass der Angreifer zwar auf dem Platz Kampfgeist zeigt. Vor und nach dem Spiel scheint es mit der profihaften Einstellung allerdings nicht allzu weit her zu sein. Die fehlende Konkurrenz und der Retter-Status nach seinem Relegations-Tor gegen Fürth haben Lasogga offensichtlich bequem gemacht.

Aus dieser Wohlfühloase muss ihn Labbadia herausholen. Wenn das gelingt, hat der HSV einen Klassestürmer. Ansonsten darf der Trainer nicht zögern, ihn auf die Bank zu setzen. Wenn Lasogga nicht hart an sich arbeitet, steckt er ganz schnell in der Karriere-Sackgasse – wenn er dort nicht schon längst gelandet ist. Sollte Lasogga diese Saison erneut nicht überzeugen, müssen sich die Hamburger mit dem Gedanken vertraut machen, dass sie 8,5 Millionen Euro Ablöse in den Sand gesetzt haben. Dann bleibt eigentlich nur noch die Hoffnung, dass irgendein englischer Abstiegskandidat dämlich genug ist, für die Verpflichtung des Stürmers zumindest annähernd die gleiche Summe auszugeben.

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erstellt am 09.Aug.2015 | 06:00 Uhr

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