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Hoffen auf hohe Wahlbeteiligung : Landeswahlamt, Kirchen und Gewerkschaft rufen zur Wahl auf

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Nach Jahren sinkender Wahlbeteiligung sollen am Sonntag wieder mehr Bürger bei der Bundestagswahl zur Urne gehen. Die Verantwortlichen hoffen auf eine Trendwende. Landeswahlleiter, Kirchen und die Gewerkschaft GEW rufeneindringlich zur Stimmabgabe auf.

Hamburgs Landeswahlleiter, die Kirchen und Gewerkschafter haben die Bürger zur Teilnahme an der Bundestagswahl und dem Volksentscheid über den Rückkauf der Energienetze aufgerufen. „Wahlen und Volksabstimmungen brauchen eine hohe Beteiligung, jede Stimme ist wichtig“, sagte Landeswahlleiter Willi Beiß am Dienstag in der Hansestadt. Er sei optimistisch, dass die Wahlbeteiligung im Vergleich zur Bundestagswahl 2009 wieder steige - damals lag sie bei 71,3 Prozent. „Die Hamburgerinnen und Hamburger haben mit dem Volksentscheid über die Energienetze noch einen zusätzlichen Grund, an die Urne zu eilen“, sagte er. Zudem sei die Bundestagswahl in seinen Augen noch nicht entschieden, die Voraussetzung für ein großes Interesse der Wähler also günstig.

Bis zum Montagabend hatte laut Beiß bereits jeder fünfte Hamburger Briefwahl beantragt. 2009 habe der Wert zum vergleichbaren Zeitpunkt etwa 1,5 Prozent niedriger gelegen. Wer sicher gehen wolle, dass sein Stimmzettel noch rechtzeitig per Post bei den Bezirksämtern lande, müsse ihn bis Donnerstagabend in einen Briefkasten geworfen haben. Wer das verpasst, kann einen Antrag auf Briefwahl allerdings auch noch bis zum Freitag um 18 Uhr stellen - muss den Stimmzettel dann aber im Zweifel direkt im Bezirksamt ausfüllen.

„Es scheint immer noch Personen zu geben, die noch keine Wahlbenachrichtigung erhalten haben, sich aber für wahlberechtigt halten. Sie sollten sich bitte schnellstens an die zuständige Wahldienststelle wenden“, sagte Beiß. Nach seinen Zahlen sind in Hamburg rund 1,28 Millionen Menschen wahlberechtigt - etwa 25.000 mehr als 2009. Beim Volksentscheid können rund 1,29 Millionen Hamburger ab 16 Jahre über den Rückkauf der Energienetze abstimmen.

Die evangelische und katholische Kirche im Norden schloss sich dem Aufruf des Landeswahlleiters an. „Gehen Sie wählen! Wählen Sie verantwortlich!“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Misstrauen gegenüber Wahlversprechen dürfe nicht zum Nichtwählen führen. „Dies ist gefährlich für die Demokratie“, erklärten die Bischöfe aus Hamburg, Schwerin und Berlin. Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) rief unter dem Motto „Du hast die Wahl!“ zur Stimmabgabe auf. Für Mittwoch haben CDU, SPD und Grüne jeweils große Kundgebungen in der Hansestadt angekündigt, um den Wahlkampf-Endspurt einzuläuten.

Nach Angaben des Landeswahlleiters wird es in Hamburg am Sonntag 1276 Wahllokale geben, überwiegend in Schulen. Rund 14.500 ehrenamtliche Wahlhelfer sollen bei der Auszählung helfen. Das Landeswahlamt rechnet gegen 22.30 Uhr mit einem vorläufigen Gesamtergebnis für Hamburg zur Bundestagswahl. Insgesamt stehen dem Bundesland 13 Mandate zu. Das Ergebnis des Volksentscheids soll gegen 24.00 Uhr spruchreif sein. Wer möchte, könne gern bei der Auszählung zuschauen, so Beiß. „Kommen sie gern vorbei, gern mit der ganzen Familie.“ 

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erstellt am 17.Sep.2013 | 15:49 Uhr

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