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Hamburg Hoheluft-West : Lamborghini von Mongols-Chef gesprengt - Hintergründe weiter unklar

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Ein Luxusschlitten wird in Hamburg gesprengt. Der Besitzer ist kein Unbekannter: Der Rockerbanden-Chef musste bereits zwei Razzien über sich ergehen lassen.

shz.de von
erstellt am 29.Okt.2015 | 16:32 Uhr

Hamburg | Am Dienstagabend ist im Hamburger Stadtteil Hoheluft ein Sprengsatz an einem Lamborghini explodiert. Der Besitzer ist kein Unbekannter. Wie die Hamburger Morgenpost berichtet, handelt es sich um einen Rockerbanden-Chef der Mongols.

Die Ermittler rätseln weiter über die Hintergründe. Auch zur Bauart des Sprengsatzes konnte die Polizei am Donnerstag zunächst keine Angaben machen. Es könnten Wochen vergehen, bis Ergebnisse dazu vorliegen, sagte ein Sprecher.

Der Mongols-Boss ging am Dienstagabend zu seinem auf einem Hinterhof abgestellten orangefarbenen Lamborghini an der Hoheluftchaussee. Beim Ausparken bemerkte er ein klackendes Geräusch. Kurz darauf explodierte an dem Fahrzeug des 37-Jährigen ein noch unbekannter Sprengsatz, wie die Hamburger Polizei berichtet.

Durch die bei der Explosion freigesetzten Splitter wurden die Frontschürze des Lamborghinis, diverse umliegende Fensterscheiben bis hinauf in das dritte Obergeschoss, die Hausfassade sowie eine Stahltür erheblich beschädigt. Eine Anwohnerin erlitt durch die Sprengung ein Knalltrauma. Der Rocker-Boss wurde nicht verletzt. Die Ermittlungen zur Klärung der Hintergründe der Tat dauern an. Das Fachkommissariat für Milieudelikte übernahm die Ermittlungen.

Bereits in der Vergangenheit ist der 37-Jährige in den Fokus der Polizei gerückt. Es beginnt mit einer Prostituierten, die ihm vorwirft, sie mit einer scharfen Pistole bedroht zu haben. Laut Informationen der Hamburger Morgenpost soll der Rockerbanden-Boss „nicht unerheblich vorbestraft“ sein.

Der Chef der Mongols musste seit April zwei Razzien über sich ergehen lassen. Bei einem Einsatz seilten sich Beamte des Mobilen Einsatzkommandos von einem Polizeihubschrauber, um seine Wohnung zu stürmen und nach Beweisen zu suchen. Neben diesem Einsatz fand auch ein Zugriff auf offener Straße in Harburg statt. Bewaffnete Beamten zogen den Rockerbanden-Boss dabei aus seinem Geländewagen und stürmten gleichzeitig das angebliche Hauptquartier der Mongols in Meckelfeld. Für einen Haftbefehl reichten die Beweise nicht.

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