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Anstoss: Die HSV-Kolumne : Labbadia ist der Mann des Jahres

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kommentator Lars Zimmermann: Dank Coach Bruno Labbadia krebst der Hamburger SV nicht mehr im Tabellenkeller herum.

Hamburg | Bruno Labbadia ist aus Sicht des HSV der Mann des Jahres. Er hat es innerhalb weniger Monate geschafft, aus einer Lachnummer einen etablierten Bundesligisten zu formen. Eine Leistung, die nicht hoch genug einzuschätzen ist. Schließlich haben sich genügend andere Trainer daran vergeblich versucht.

Dass die Hamburger nach zwei Jahren Abstiegskampf nach der Hinrunde im Tabellenmittelfeld stehen, ist ein Erfolg, mit dem nicht zu rechnen war. Erst recht nicht nach dem Horror-Start. Das peinliche Ausscheiden gegen Jena und die Klatsche gegen Bayern München sorgten dafür, dass wohl schon so mancher Fan im Kalender nachschaute, wann im Mai 2016 die Relegationsspiele des Bundesliga-16. gegen den Dritten aus Liga zwei stattfinden. Diese Partien können die HSV-Anhänger im kommenden Jahr ganz entspannt genießen und dabei dem Zweitligisten die Daumen drücken, der gegen den Nordrivalen Werder Bremen antritt. Der könnte nämlich diesmal anstelle des Dinos bis zum Schluss um den Klassenerhalt zittern.

Der Dino hat zwar keinen Grund für überschäumende Euphorie. Aber ein klein wenig Zufriedenheit können sich HSV-Boss Dietmar Beiersdorfer und sein Team nach einer weitestgehend sorgenfreien Hinrunde gönnen. Die Rolle als Lachnummer der Liga hat inzwischen der VfB Stuttgart übernommen und die Abstiegsplätze sind weit entfernt. Dass die Hamburger im Dezember ein stabiler Erstligist sind, schien vor dem Amtsantritt Labbadias ähnlich wahrscheinlich wie eine Weltmeisterschaftsvergabe ohne Korruption.

Dank Labbadia heißen die Gegner aber weiter Bayern oder Dortmund und nicht Heidenheim oder Sandhausen. Wobei keiner erwarten sollte, dass es weiter steil bergauf geht. Wenn es gelingt, das jetzige Niveau zu bestätigen, wäre das in der Rückrunde ein großer Erfolg. Von höheren Tabellengefilden oder gar dem europäischen Wettbewerb darf der HSV erst in ein paar Jahren vielleicht mal wieder träumen. Trotz Bruno Labbadia.

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erstellt am 25.Dez.2015 | 17:38 Uhr

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