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Medienbericht : Kriminalität in Hamburg zurückgegangen – deutlich weniger Einbrüche

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Die Zahl der Vergehen in der Hansestadt in den ersten Monaten des Jahres ist auf dem niedrigsten Stand seit sieben Jahren.

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2017 | 07:18 Uhr

Hamburg | Die Kriminalität in Hamburg ist in den ersten neun Monaten des Jahres auf den niedrigsten Stand seit sieben Jahren zurückgegangen. Bis zum 30. September wurden insgesamt 7,9 Prozent weniger Straftaten angezeigt als noch im Vorjahr, wie aus der Polizeistatistik vorgeht. Zuvor hatte der Sender NDR 90,3 und das „Hamburger Abendblatt“ darüber berichtet.

Innensenator Andy Grote sagte am Montag: „Tatsächlich ist aufgrund der rückläufigen Zahl der Taten und der gleichzeitig gewachsenen Bevölkerung, das Risiko in Hamburg Opfer einer Straftat zu werden heute so niedrig wie seit mehr als 15 Jahren nicht mehr.“ Dies sei auch ein Beleg der hervorragenden Arbeit der Hamburger Polizei.

Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer erklärte, die Zahlen zeigten, dass die Polizei die richtigen Schwerpunkte gesetzt habe. Sie arbeite intensiv daran, „diesen Trend auch im Endspurt zu halten“. Die Zahlen für das Gesamtjahr werden im Frühjahr 2018 erwartet.

Die Polizeidirektion bestätigte, dass etwa die Einbruchszahlen in den ersten neun Monaten um 26,7 Prozent auf 4252 gesunken seien. Dies sei ein Erfolg der Sonderkommission „Castle“, die mit rund 100 Beamten seit August 2015 tätig ist. Auch die Fahrraddiebstähle sind demnach in diesem Jahr um 21,5 Prozent von 13.000 auf 10.200 zurückgegangen, die Taschendiebstähle um 10,9 Prozent von 14.223 auf 12.763. Beim Rückgang der Fahrraddiebstähle habe auch ein Großeinsatz im April als Abschreckung für Diebe und Hehler eine wichtige Rolle gespielt.

Der Polizeiarbeit komme auch entgegen, dass die Täter zwar professioneller agieren würden, dadurch aber verfolgbare Muster entstünden, die gezielter ermittelt werden könnten. Ein Großteil der Hauseinbrüche gehe auf das Konto weniger Krimineller. Die abschreckende Wirkung der Festnahmen führe dazu, dass Hamburg als Standort für Bandenkriminalität unattraktiver werde. Wohin die Banden dann gehen, ist offen.

Die Zahl von Gewaltdelikten von jungen Straftätern unter 21 sank um 178 auf 1409 und damit auf ein Zehnjahrestief. Am auffälligsten wächst die Zahl laut dem Papier der Polizei beim „sonstigen Betrug“. Darunter fällt unter anderem der sogenannte Enkeltrick. Die Schwierigkeit hierbei für die Ermittler bestehe darin, dass die Täter meistens aus dem Ausland agierten.

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