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Neues Leben auf dem Spielbudenplatz : Klubhaus St. Pauli: Eröffnung beim Reeperbahn Festival

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Bunte Farben, neue Bars und Clubs: Der fünfgeschossige Neubau soll am 23. September eingeweiht werden.

Hamburg | Hamburgs Kiez wird noch bunter – im wahrsten Sinne des Wortes. Am kommenden Donnerstag eröffnet am Spielbudenplatz das Klubhaus St. Pauli, das nicht nur künstlerisch weit in das Vergnügungsviertel ausstrahlen soll. Als Eyecatcher haben die Bauherren um St. Pauli-Impresario Corny Littmann für den fünfgeschossigen Neubau eine Multimedia-Fassade gewählt. „Europaweit einzigartig“, verspricht Norbert Aust, seit Jahrzehnten Littmanns Geschäftspartner in dessen Schmidt-Theater-Imperium. Dreidimensional und großflächig können an der Hightech-Front Filme, Licht- und Videoinstallationen, Werbung, aber auch interaktive Aktionen gezeigt werden. Und das nicht nur zur Straße hin, sondern auch nach innen auf der Foyerseite. Selbst der gläserne Fahrstuhl an der Fassade wird animiert. Aust: „Das ist mehr als Projektion, das ist Mediatektur.“ Time Square lässt grüßen.

Wie das Lichterspiel tatsächlich wirkt, wissen bislang nur Eingeweihte. Für die Öffentlichkeit heißt es erst am 23. September Spot an bei der feierlichen Eröffnung, zeitgleich zum Start des zehnten Reeperbahn-Festivals. Das passt. Denn die neue Kiez-Lokalität mit ihren vier Spielstätten wird sogleich zum Hot Spot der bundesweit bedeutendsten Musik-Club-Veranstaltungsreihe.

Der Neubau, gelegen zwischen Schmidt Theater und dem Docks, beherbergt außer Musik- und Tanzclubs auch ein Theater und zwei Bars. Bereits im Juni hatte Littmann dort zudem das „Schmidtchen“ eröffnet, sein drittes Theater am Spielbudenplatz nach dem Schmidt und dem Tivoli. Als erster Club feierte vor kurzem das Kukuun Einweihung, das schon im Vorgängerbau an derselben Stelle sein Zuhause hatte. Zwei- bis dreimal pro Woche sollen dort Musiker und Bands auftreten, Singer/Songwriter und Popbands genauso wie Jazzkapellen.

Auch das Reeperbahn Festival selbst erhält im Klubhaus ein festes Domizil namens Häkken, wo außer Konzerten auch Tanzveranstaltungen und Barbetrieb vorgesehen sind. „Wir wollen uns hier ausprobieren, weil es Spaß macht, noch unbekannten Künstlern ein Forum zu bieten, so wie wir es beim Festival auch tun“, sagt Alexander Schulz, Chef des Reeperbahn Festivals.

Gleich zweifach vertreten ist Mit-Bauherr Axel Strehlitz. Seine Tanzbar Sommersalon ist ebenfalls ein Rückkehrer am Spielbudenplatz, präsentiert sich im alten Look und verfügt über eine kleine Bühne. Ein- bis zweimal wöchentlich soll es auf dieser Open-Stage-Abende geben. Im Untergeschoss will Strehlitz im November das Bahnhof Pauli eröffnen, eine Diskothek, für die er eine Hamburger U-Bahnstation nachempfunden hat. „Getanzt wird im Gleisbett“, kündigt der Hausherr an, der dort obendrein eine Bühne einbauen ließ. So kann auch der Bahnhof zum Live-Club werden. Zwei besondere Schmankerl hat das Klubhaus noch zu bieten: eine Rooftop-Bar (noch im Rohbau) sowie drei „Escape-Rooms“ für spaßige Entkommensspielchen mit Rätseln und anderen Aufgaben.

Die Investoren ließen sich das Bauwerk 17 Millionen Euro kosten. Littmann sieht das Klubhaus als große Bereicherung, nicht nur für St. Pauli: „Hier ist eine Vielfalt in einem Haus vereint, die es nirgendwo sonst gibt.“

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erstellt am 17.Sep.2015 | 17:23 Uhr

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