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Hamburg : Kinderpornos auf dem Rechner: Polizist beschuldigt Stricher

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Tausende pädophile Fotos und Videos wurden auf dem Rechner des Beamten gefunden. Jetzt steht der Hamburger vor Gericht.

shz.de von
erstellt am 26.Jun.2015 | 12:16 Uhr

Hamburg | Auf dem Privatcomputer eines Hamburger Polizisten fanden Ermittler Videos und Fotos von missbrauchten Kindern. Am vergangenen Donnerstag kam der Fall vor das Amtsgericht Hamburg-Mitte. Der Angeklagte erklärte, nicht er selbst habe die Filme aus dem Netz geladen. Vielmehr beschuldigt der Polizist die Stricher, die er regelmäßig zum Sex mit in seine Wohnung bringt.

Laut Anklage habe der Beamte über 200 Videos und 5300 Fotos von missbrauchten Kindern auf seinem Computer angehäuft, wie die Hamburger Morgenpost berichtet. Vor Gericht wurden von der Staatsanwältin eine Stunde lang die Titel der pädophilen Filme verlesen.

Die einzelnen Dateien auf Inhalt, Dauer und Zeitpunkt des Herunterladens zu überprüfen, ist ein aufwendiger Prozess. Nur ein geringer Teil des Materials wurde von Experten bisher analysiert – aus Kostengründen. Zahlreiche weitere Dateien befinden sich noch ungesehen auf der Festplatte des Angeklagten.

Über seinen Verteidiger lässt der Beamte verlauten, dass die Beschuldigungen „nicht zutreffen“. Der Polizist hat eine eigene Theorie, wie das verbotene Material auf seinen Privatcomputer gelangt ist: Von 2009 bis 2013 sollen Stricher die Bilder und Filme auf seinen Rechner geladen haben.

Da der Angeklagte alles abstreitet, sollen nun die Dienstpläne des Polizisten Aufschluss darüber geben, ob dieser zum jeweiligen Tatzeitpunkt frei hatte. Aufgrund der nun anstehenden umfangreichen Beweisaufnahme wird das Verfahren erst am am 24. September fortgeführt.

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