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30. Hamburg-Marathon : Kenianer und Äthiopierin krallen sich den Sieg

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Beim diesjährigen Hamburg-Marathon haben 25.500 Sportbegeisterte teilgenommen. Die zwei Gewinner können sich neben ihrem Sieg über eine Prämie freuen.

Hamburg | Der Kenianer Lucas Rotich hat den 30. Hamburger Marathon gewonnen. Der 25-Jährige lief am Sonntag in 2:07:17 Stunden und deutlichem Vorsprung auf seine Verfolger durch das Ziel. Bei den Frauen war Meseret Hailu aus Äthiopien auf der 42,195 Kilometer langen Strecke mit 2:25:41 siegreich.

 

Die Sieger erhielten jeweils 20.000 Euro Prämie. Die Streckenrekorde von Eliud Kipchoge (Kenia/ 2:05:30 Stunden) und Netsanet Abeyo (Äthiopien/2:24:12 Stunden) kamen bei regnerischem Wetter nicht in Gefahr. Ein eingeplanter Jackpot in Höhe von 20.000 Euro kam weder bei den Männern noch bei den Frauen zur Ausschüttung. Dafür hätten die Männer unter 2:06:30 Stunden und die Frauen unter 2:24:30 Stunden (Frauen) bleiben müssen.

Konnten die Hamburger Läufer ihren Marathon in den Jahren zuvor bei Sonnenschein und besten Wetter genießen, fröstelten sie am Sonntag bei zwölf Grad und Dauernieselregen. Sogar für die Spitzenläufer war das Hamburger Wetter eine Herausforderung: „Der Regen hat eine bessere Zeit verhindert. Aber ich bin sehr zufrieden und habe immer versucht zu pushen“, sagte Sieger Rotich.

Aus Sicht der deutschen Leichtathletik konzentrierte sich das Interesse auf Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg). Die Langstreckenläuferin hat sich auf der Marathon-Strecke mit einem sechsten Platz in Hamburg zurückgemeldet. Bei ihrer Premiere in der Hansestadt blieb sie am Sonntag mit 2:32:41 Stunden zwar über ihrer angestrebten Zeit von 2:30 Stunden, das tat ihrer Freude aber keinen Abbruch. „Ich bin richtig, richtig glücklich. Es war heute echt toll, und die Stimmung war super“, sagte die 34 Jahre alte deutsche Serienmeisterin von der LG Sieg nach den 42,195 Kilometern. In die Entscheidung um den Sieg beim 30. Jubiläum konnte „Mocki“, wie sie sich nennt, allerdings nicht eingreifen.

Bei den Männern gelang Julian Flügel von der LG Regensburg ein Coup: Bei seinem zweiten Start an der Elbe ging er erneut als bester Deutscher durchs Ziel - und landete mit 2:14:51 auf Platz 16. „Es war super und genau das, was ich mir vorgenommen hatte“, sagte der Hesse nach seinem insgesamt dritten Marathon.

Erstmals ging auch der frühere 3000-Meter-Hindernisläufer Steffen Uliczka (SG TSV Kronshagen/Kieler TB) auf die Langstrecke. Mit 2:20:19 Stunden reihte er sich auf Platz 26 ein. „Ich bin meinen sportlichen Zielen hinterhergelaufen“, sagte der Kieler. Er hatte sich eine Zeit um die vermutliche geforderte Olympia-Norm von 2:12:30 Stunden gesetzt. „Ich habe alle Höhen und Tiefen durchlebt.“ Nach einem grandiosen Anfang seien in der zweiten Hälfte seine Beine unfassbar schwer geworden, beschrieb er seinen Lauf.

Judo-Olympiasieger Ole Bischof, der in der Staffel startete, warf sich für Hamburg als Olympia-Stadt in die Bresche. Mit dem Spruch „Feuer und Flamme für Hamburg“ auf dem Lauf-Shirt bekannte der 35 Jahre alte DOSB-Vizepräsident: „Wo gibt es eine bessere Gelegenheit, für Olympia Werbung zu machen als hier.“

Insgesamt sind 15.279 Läufer beim 30. Hamburg-Marathon auf die Strecke gegangen. Gemeldet hatten ihre Teilnahme ursprünglich 19.207 Langstreckenläufer. Das teilte der Veranstalter mit. Das Rekordteilnehmerergebnis von 18.167 Läufern am Start und 17.488 im Ziel wurde bei der 20. Auflage im Jahr 2005 registriert. Von den gemeldeten 1619 Staffeln mit jeweils vier Läufern waren in diesem Jahr 1533 Teams am Start.

Als Bierflasche oder überdimensionales Dusch-Gel verkleidet, mit Superman-Cape oder mit einem Laufdress im Lederhosen-Chic ließen sich einige Läufer feiern. 291 Mal musste die Rettung erschöpfte Marathonis von der Strecke einsammeln, für 16 endete der Lauf im Krankenhaus. Als die restliche Läufer-Riege wieder das Ziel erreicht hatte, kam schließlich die Sonne hinter den Wolken hervor.

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erstellt am 26.Apr.2015 | 11:49 Uhr

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