Alter Elbtunnel : Keine Komplettsanierung der Weströhre

Nach der teuren Instandsetzung der Oströhre sollen die Arbeiten an der Weströhre nur noch der Verkehrssicherheit dienen.
Nach der teuren Instandsetzung der Oströhre sollen die Arbeiten an der Weströhre nur noch der Verkehrssicherheit dienen.

Nach dem Willen der SPD-Bürgerschaftsfraktion sollen die geplanten Sanierungsarbeiten auf das Mindeste beschränkt werden.

shz.de von
04. Juni 2014, 16:21 Uhr

Hamburg | Die weitere Sanierung des Alten Elbtunnels wird offensichtlich auf das Notwendigste reduziert. Nach der aufwendigen, mehr als 47 Millionen Euro teuren Instandsetzung der Oströhre sollen die Arbeiten an der Weströhre nach dem Willen der SPD-Fraktion nur noch der Verkehrssicherheit dienen. Das berichtete NDR 90,3 am Mittwoch. Die SPD-Fraktion werde eine erneute kostenträchtige Sanierung aufgrund knapper Haushaltskassen nicht billigen.

„Wir haben schon im März darauf hingewiesen, dass noch unklar ist, wie mit der Weströhre umgegangen werden soll“, teilte eine Sprecherin der Hamburger Wirtschaftsbehörde mit. Eine Option sei damals schon gewesen, die Röhre für rund drei Millionen Euro verkehrssicher zu machen und die Kernsanierung zurückzustellen. Die Hamburg Port Authority (HPA) hatte 42 Millionen Euro hierfür veranschlagt.

Das 100 Jahre alte Bauwerk steht unter Denkmalschutz. Die SPD hat die Mehrheit in der Bürgerschaft. Der Aufsichtsrat der HPA wird erneut über die Ausgaben beraten. Chef des Gremiums ist Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos). Die Tunnelbauarbeiten hatten im Sommer 2010 begonnen und sollen in der Oströhre 2016 abgeschlossen sein.

Die Besonderheit des imposanten Baus: Autos, Fahrräder und Fußgänger werden mit großen Fahrstühlen in die Tiefe befördert – und wieder hinauf. 2013 nutzten fast 121.000 Autos sowie 1,2 Millionen Radfahrer und Fußgänger den Tunnel als Weg in Hamburgs Süden.

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