Streifenwagen in Hamburg : Jetzt kommt die E-Polizei: Erste Hybrid-Wagen im Dienst

Die neuen umweltfreundlichen Dienstwagen wurden am Mittwoch präsentiert.

Die neuen umweltfreundlichen Dienstwagen wurden am Mittwoch präsentiert.

Die Polizei will der Technik eine Chance geben. Fünf Fahrzeuge werden künftig durch Hamburg stromern.

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16. August 2018, 10:48 Uhr

Hamburg | Jetzt schaltet auch Hamburgs Polizei den Strom an: Der Leiter der Schutzpolizei, Hartmut Dudde, hat am Mittwoch die ersten fünf Plug-In-Hybrid-Streifenwagen in der Hansestadt für den Einsatz übergeben. Die Fahrzeuge vom Typ Mercedes-Benz E350e verfügen sowohl über einen Benzin- als auch einen 88 PS starken Elektromotor.

Den Hintergrund der Anschaffung erklärte Fuhrparkleiter Thorsten Krumm so: „Wir probieren die neueste Technik aus, um für die Zukunft zu wissen, ob sie für uns sinnvoll ist.“ Die Ansprüche seien dabei beträchtlich, Funkstreifenwagen müssten schließlich in sämtlichen Einsatzsituationen zuverlässig funktionieren.

Die ersten E-Peterwagen der Hamburger Ordnungshüter können bis zu 40 Kilometer ausschließlich mit Strom unterwegs sein. Ist der Akku leer, lässt sich das Fahrzeug auf Benzinmotor umschalten. Rein elektrisch angetriebene Modelle sind nach Auffassung der Verantwortlichen derzeit wegen deren begrenzter Reichweite noch keine Alternative zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor.

Einer der Mercedes-Benz E350e mit Hybrid-Antrieb.
Polizei Hamburg

Einer der Mercedes-Benz E350e mit Hybrid-Antrieb.

 

Die fünf Plug-In-Hybrid-Vehikel rollen ab sofort für verschiedene Polizeikommissariate (PK) quer durchs Stadtgebiet. Stationiert sind sie am PK 14 in der Innenstadt, am PK 26 in Osdorf, am PK 35 in Poppenbüttel, am PK 38 in Rahlstedt sowie bei der Fahrbereitschaft. Dort können die Fahrzeuge jeweils auch problemlos vor Ort aufgeladen werden. Außer den Teil-Stromern haben Dudde und Krumm am Mittwoch weitere zwölf neue Funkstreifen in Dienst gestellt. 

Der FDP-Abgeordnete Carl-Edgar Jarchow goss Wasser in den Wein. Neue Streifenwagen auf aktuellem technischen Stand seien eine gute Nachricht, befand der sicherheitspolitische Sprecher seiner Fraktion. Aber: Die Wagen nützten der Sicherheit nur, „wenn sie tatsächlich besetzt werden“. Stattdessen meldeten die personell ausgebluteten Wachen vor Ort Streifenwagen von der Einsatzbereitschaft ab. „Hier muss der Senat beim Personalmanagement von seiner bisherigen Prioritätensetzung zu Lasten der Wachen endlich umsteuern.“

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