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Pilotenstreik bei der Lufhansa : Jeder zehnte Flug ab Hamburg gestrichen

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Am zweiten Tag des Streiks der Lufthansa-Piloten waren die Verbindungen von Hamburg nach Frankfurt und München weiter lahmgelegt. Ab Mittwoch soll der Flugverkehr wieder normal laufen. Es drohen aber weitere Streiks.

Hamburg | Der Streik der Piloten-Gewerkschaft Cockpit hat zu weiteren Einschränkungen im Flugverkehr geführt. Am Hamburger Flughafen wurden am Dienstag 29 ausgehende und 28 eingehende Flüge gestrichen, teilte ein Sprecher des Flughafens mit. Betroffen waren wie am Vortag die Lufthansa-Verbindungen von und nach Frankfurt und München. Für den Gesamtbetrieb des Flughafens waren die Auswirkungen begrenzt. Gemessen am gesamten Verkehrsaufkommen des Hamburger Flughafens sind das rund zehn Prozent der Flüge. Die betroffenen Passagiere wurden von der Lufthansa frühzeitig informiert und konnten sich nach Reisealternativen umsehen. Die Piloten wollten ihren Streik um Mitternacht beenden. Auch am Mittwoch könnte es noch vereinzelt zu Verspätungen oder Flugausfällen kommen, bis sich der Flugverkehr wieder vollständig normalisiert hat.

Die Lufthansa bedient innerdeutsch ab Hamburg nur Frankfurt und München; die restlichen Ziele im Inland werden von der Konzerntochter Germanwings angeflogen. Von der Ausweitung des Streiks auf Langstreckenverbindungen war Hamburg nicht betroffen, da die Lufthansa sie nicht anbietet. Die Fluggäste der Airline müssen sich auf weitere Flugausfälle noch in dieser Woche gefasst machen. „Sollte sich im Tarifkonflikt weiterhin nichts tun, sollte bei der Lufthansa weiter gemauert werden, dann schließen wir weitere Streiks in dieser Woche nicht aus“, sagte Markus Wahl von der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC).

In dem Tarifkonflikt geht es um die sogenannte Übergangsversorgung der rund 5400 Piloten. Die Lufthansa will, dass sie später als bisher in den bezahlten Vorruhestand gehen - die Gewerkschaft wehrt sich dagegen. VC-Sprecher Wahl forderte, dass sich die Lufthansa vor neuen Verhandlungen bei der Übergangsversorgung für Neu-Piloten bewegen müsse: „Die Lufthansa will die Übergangsversorgung für neu eingestellte Piloten komplett abschaffen - da machen wir nicht mit.“ Die Lufthansa bekräftigte ihre Verhandlungsbereitschaft. Ein Eilantrag, mit dem der Konzern die Gewerkschaft zu einem Ende der Streiks zwingen wollte, scheiterte am Dienstag auch in der zweiten Instanz vor dem Hessischen Landesarbeitsgericht.

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erstellt am 21.Okt.2014 | 18:04 Uhr

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