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Bildungsmesse „Einstieg Hamburg“ : „Irgendwas mit Journalismus“ reicht nicht mehr

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In Hamburg ist Bildungsmesse. Deshalb rät der Chef der Medienakademie EMBA: Wer in der Medienbranche bestehen will, muss lernen, wie sie wirtschaftlich funktioniert.

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2014 | 10:22 Uhr

Der Chef der Europäischen Medien- und Business-Akademie (EMBA), Thomas Dittrich, rät dem Nachwuchs der Medienbranche, sich nicht allein auf den Journalismus zu fokussieren.

„Qualitätsjournalismus hat eine Zukunft. Aber wir können aktuell nicht von einer Wachstumsbranche sprechen“, sagte der Leiter der privaten Hochschule in Hamburg. Er begründete seine Einschätzung mit dem derzeitigen strukturellen Wandel in der Printbranche und der Umstellung auf Digitalangebote.

Auf der Bildungsmesse „Einstieg Hamburg“ am 21. und 22. Februar 2014 (jeweils ab 9 Uhr) wollen mehr als 370 Aussteller über ihre Studien- und Ausbildungsangebote informieren. Unter anderen stellt das Hamburger Handwerk rund 130 Berufe vor. Die Veranstalter erwarten insgesamt rund 37.000 Besucher - Schüler, Lehrer und Eltern.

Aufgrund der Entwicklung in den Medien - mit dem Aus für Blätter wie die Wirtschaftszeitung „Financial Times Deutschland“ Ende 2012 oder lokale Titel wie „Harburger Anzeigen und Nachrichten“ (2013) - sei es für Nachwuchskräfte der Branche heute wichtiger denn je zu begreifen, wie Medien funktionieren, sagte Dittrich. „Wie sie gemacht und gemanagt werden, wie sie erfolgreich im Markt bestehen können.“ 

Viele Zeitungen und Zeitschriften haben aufgrund der Internet-Konkurrenz in den vergangenen Jahren Auflage verloren.

Gleichzeitig stärken die Verlage aber auch ihre Präsenz im Internet und ihren Vertrieb über mobile Endgeräte. „Medien sind heute alle sozialen Zugangsplattformen, die man bespielen kann, um Menschen über Kommunikation zu erreichen. Das reicht vom gesprochenen Wort über Text bis hin zu Foto und Film.“ Arbeitsplätze an der Schnittstelle von „Kreation und Produktion“ dürften seiner Einschätzung nach wichtiger werden.

Der Manager selbst stammt aus einer Medienfamilie. Sein Vater gehörte den Chefredaktionen unter anderen von „Bild“ und „Welt am Sonntag“ (Axel Springer) an. Sein Bruder Olli ist dem TV-Publikum vor allem als Komiker aus „Dittsche - Das wirklich wahre Leben“ bekannt sowie als Musiker. Thomas Dittrich war nach dem Germanistik- und Jura-Studium journalistisch tätig („Schleswig-Holsteinische Landeszeitung“, „Die Welt“, „NDR“), bevor er als Unterhaltungschef beim Rias in Berlin, als Chef und Programmdirektor privater Hörfunkstationen und als Verlagschef selbst Managementpositionen übernahm.

Vor sieben Jahren gründete Dittrich in Hamburg die EMBA, die an drei Standorten in Deutschland Medien- und Management-Studiengänge anbietet. Die rund 500 Studierenden müssen für ihre Bachelor-Ausbildung Studiengebühren entrichten (ab 24.900 Euro pro Studium). Durch die Kooperation mit der staatlichen Hochschule Mittweida in Sachsen erhalten die Absolventen staatliche Abschlüsse.


Auf der Bildungsmesse „Einstieg Hamburg“ wollen mehr als 370 Aussteller über ihre Studien- und Ausbildungsangebote informieren. Die zweitägige Veranstaltung beginnt am Freitag in den Messehallen. Unter anderen stellt das Hamburger Handwerk rund 130 Berufe vor. Die Veranstalter erwarten insgesamt rund 37.000 Besucher - Schüler, Lehrer und Eltern.

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