Gastro-Messe in Hamburg : Internorga 2018 – Von Buddha-Bowls, Flexianern und virtuellen Tischen

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Eine Frau betrachtet Fotos an einem Messestand der Internorga.
Eine Frau betrachtet Fotos an einem Messestand der Internorga.

Die Trends der Leitmesse für Hotellerie, Gastronomie, Bäckereien und Konditoreien sind bis zum 13. März zu sehen.

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09. März 2018, 07:00 Uhr

Hamburg | Als sei ein Fenster in die Zukunft unseres Essens aufgegangen: Die Gastro-Messe Internorga zeigt in Hamburg von Freitag bis zum 13. März die angesagtesten Ernährungstrends für Zuhause und unterwegs. Erwartbares und Bodenständiges ist darunter, aber auch viel Erstaunliches.

Zur internationalen Leitmesse für Hotellerie, Gastronomie, Bäckereien und Konditoreien sind die Hallen unter dem Fernsehturm rappelvoll, wie Messechef Bernd Aufderheide berichtete. 1300 Aussteller aus 25 Ländern tischen auf und zeigen neueste Ausstattungsideen. Rein dürfen allerdings nur Fachbesucher. Immerhin gewährten die Veranstalter am Donnerstag der Presse Einblicke in die Neuigkeiten der Branche.

Verzicht auf Fleisch und „Clean Eating“ im Fokus

„Die Megatrends sind Digitalisierung und Bowls“, verriet Karin Tischer, Trendforscherin und Inhaberin des Fachunternehmens Food & More. Bowls steht für Schüsseln, wegen der bauchigen Rundung auch Buddha Bowls genannt. In ihnen werden kleinere, stets gesunde Mahlzeiten aus mehreren geschichteten Komponenten serviert – von Salaten über Getreide bis Obst. Neben dem guten Gewissen isst bei den appetitlich gestalteten Gerichten vor allem das Auge mit. Angelehnt ist das Ganze an das „Clean Eating“, das weitgehend ohne künstlich und fertig hergestellte Lebensmittel auskommt.

Ein Mann stellt auf einem Messestand der Internorga Kartuschen zur Filterung von Wasser auf.
dpa

Ein Mann stellt auf einem Messestand der Internorga Kartuschen zur Filterung von Wasser auf.

 

Verzicht üben auch immer mehr Menschen bei Fleisch und anderen Tierprodukten, berichtete Katleen Häfele von ProVeg Deutschland. Keine neue Bewegung zwar, aber eine immer stärker werdende. Acht Millionen Vegetarier gebe es mittlerweile hierzulande, dazu 1,3 Millionen Veganer. Und: Schon die Hälfte der Bevölkerung zählt Häfele zu den „Flexianern“ – Menschen, die Tierprodukte zumindest tageweise verbannen. Und wenn sie doch zugreifen, dann muss es Biofleisch sein.

Gastro-Trend: Lieferung per Drohne

„Food Hopping“ nennt Tischer das verbreitete Phänomen, sich nicht durchgängig gesundheitsbewusst zu ernähren. „Viele Menschen erliegen zugleich immer wieder der Genussverführung.“ Dann lassen sie sich Pizza oder Nudeln künftig wohl immer öfter per Lieferroboter oder Drohne bringen, auch das ein Gastro-Trend der Zukunft. „Digitalisierung ist in der Gastronomie von gigantischer Bedeutung“, sagt Expertin Tischer, die auf der Internorga im „Pink Cube“ derlei Neuigkeiten vorführt.

Ein Mann arbeitet auf einem Messestand der Internorga hinter einer pinkfarbenen Kaffeemaschine, die per Touchscreen bedient wird.
dpa
Ein Mann arbeitet auf einem Messestand der Internorga hinter einer pinkfarbenen Kaffeemaschine, die per Touchscreen bedient wird.
 

Dort zeigt sie auch den „Virtual Table“, ein Restauranttisch wie ein Monitor. „Durch verschiedene Projektionen lässt sich darauf für jeden Gang eine andere Inszenierung erzeugen.“ Obendrein können Hoteliers in Hamburg erstmals erleben, wie sie womöglich bald an das Inventar ihrer Herberge kommen. Karin Tischer: „Wir zeigen, was hinter dem ersten Hotel aus dem 3D-Drucker in Singapur steckt.“

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