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Gipfel in Hamburg : Internationale G20-Gegner verwahren sich gegen Vorverurteilung

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Die Gruppe „NOG20 International“ wendet sich mit einem Brief an die Hamburger. Tenor: Wir sind keine „Krawallmacher“.

Hamburg | G20-Gegner aus zahlreichen Ländern wehren sich in einem offenen Brief an die Hamburger Bevölkerung gegen eine Vorverurteilung als „Störenfriede“ und „Krawallmacher“. „Wir werden die Stadt und ihre Aktivitäten respektieren, weil wir uns wirklich freuen nach Hamburg zu kommen“, heißt es in dem von Aktivisten aus Argentinien, Irland, Frankreich, Südafrika und Italien unterzeichneten Schreiben der Gruppe „NOG20 International“. Politik und Medien wollten den Hamburgern oft Angst machen, indem sie die Aktivisten als „Störenfriede“ und „Krawallmacher“ bezeichneten. „Mit diesem Brief wollen wir euch aber die Hand reichen“, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben.

Beim G20-Gipfel in Hamburg wird mit massiven Ausschreitungen gerechnet. Es werden vor allem gewaltbereite Linksautonome erwartet. Die Hamburger Polizei bereitet sich auf den Gipfel vor. Deutschland führt aus Angst vor gewaltbereiten Autonomen  aus aller Welt Grenzkontrollen zum G20-Gipfel ein.

Die Autoren betonen in dem Brief Gemeinsamkeiten zwischen Hamburgs Bürgern und den Aktivisten aus aller Welt, sei es die Ablehnung des Rechtsextremismus, von Waffenexporten oder der Umweltzerstörung. Sie verweisen auf Großdemonstrationen etwa in Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika und auch Frankreich. „Die Regierungen von Hamburg, Deutschland und den mächtigen G20 Staaten würden uns gerne verstummen lassen und uns aus der Öffentlichkeit verbannen, damit sie sich nicht anhören müssen wie viele und wie laut wir sind und dass sie uns nicht repräsentieren; weder in Afrika, in Europa, in Amerika oder wo auch immer in der Welt“, betonen die Autoren.

Die auf dem Gipfel am 7. und 8. Juli verhandelten Politikern seien die gleichen, „die unsere Städte in Spielwiesen für profitorientierte Immobilien- und Finanzspekulation verwandeln“. Sie seien die wahren Eindringlinge und Zerstörer der Städte, vor denen man sich schützen müsse. „Deshalb bitten wir euch, eure Stadt für uns zu öffnen und keine Angst vor uns zu haben.“

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erstellt am 17.Mai.2017 | 12:33 Uhr

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