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Programm in Hamburg : Interaktive Karte: Lange Nacht der Museen mit 700 Veranstaltungen

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Am Sonnabend öffnen 60 Häuser in der Hansestadt ihre Türen zur 16. Langen Nacht der Museen.

shz.de von
erstellt am 09.Apr.2016 | 09:21 Uhr

Hamburg | 700 Veranstaltungen in einer Nacht - das ist ganz schön viel. Das muss so sein, meinen die Veranstalter. „Es muss eine Überforderung sein, es muss eine Qual sein zu wählen. Nur dann ist es erfolgreich und ich glaube das dies in diesem Jahr der Fall ist“, so Börries von Notz, Alleinvorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg. Und es wird immer mehr. Von Jahr zu Jahr.

Im Mai 2000 feierten Hamburgs Museen zum ersten Mal eine Nacht der Museen. 26 Häuser, vom Jenisch Haus bis zur Hamburger Kunsthalle, vom Museum der Arbeit bis zum Helms-Museum, vom Deutschen Zollmuseum bis zum Museum für Völkerkunde und von den Deichtorhallen bis zum Altonaer Museum waren schon damals beteiligt und lockten bis weit nach Mitternacht Tausende Besucher zu Ausstellungen, Vorträgen und Gesprächen, Musik und Tanz. In den folgenden Jahren war das nicht anders. Zeitweise war der Besucherandrang so groß, dass Museen - etwa das Völkerkundemuseum und das Afghanische Museum - vorübergehend ihre Pforten schließen mussten.

Mittlerweile ist die Auswahl größer und der Andrang unter Kontrolle. In dieser Langen Nacht am 9. April finden 700 Veranstaltungen in 60 Museen statt. Neu in diesem Jahr dabei sind neben dem Kaffeemuseum Rösterei Burg, das den Weg der Kaffeebohne zeigt, und der Dialog im Stillen mit Einblicken in die Gebärdensprache, das iF design exhibition Hamburg und das Hamburger Genossenschafts-Museum.

Das Angebot ist vielfältig. Ein Abstecher in die Deichtorhallen wird mit Einsichten in die neue Ausstellung zu junger deutscher Fotografie belohnt. Die detektivische Kleinstarbeit der Spurensicherung lässt sich im Polizeimuseum kennenlernen.

Auf der Cap San Diego gibt „MicArt63“ in der Ladeluke 1 eine Airbrush-Sprühperformance. Um Meeresmonster und andere Döntjes geht es im Altonaer Museum. Liebhaber des maritimen Lebensstils kommen im Hafenmuseum auf ihre Kosten: Der Barkassenshuttle bringt Besucher zur nahegelegenen MS Bleichen und am Hafenbecken gehen Taucher live auf Tiefgang.

Im Museum für Kunst und Gewerbe vertont „N. U. Unruh“, der Drummer der Einstürzenden Neubauten, in vier Trommelperformances die Markenzeichen der Berliner 80er-Jahre-Provokateure „Geniale Dilletanten“. Und das Schmecken bleibt in diesem Jahr nicht auf der Strecke: Tee, Kaffee, Rum und Whiskey, Schokolade, Wein oder Kräuter können auf Geschmack und Gefallen getestet werden.

Bei der 16. Langen Nacht der Museen wird das „Vermitteln“ in den Vordergrund gerückt. Sammeln, Bewahren, Forschen, Vermitteln – das sind die Kernaufgaben jedes Museums. Die 16. Museumsnacht in Hamburg zeigt, wie vielfältig Museen ihre Schätze vermitteln, wie ideenreich die Häuser als Lernorte auftreten. Das Ziel: Noch mehr Menschen einfachen Zugang zu den Dauer- und Sonderausstellungen der Museen zu ermöglichen, zum Beispiel durch ein breites anderssprachiges Veranstaltungsangebot in der Langen Nacht: Neben deutschen gibt es dieses Jahr auch englische, arabische, persische, französische, plattdeutsche, portugiesische und russische Veranstaltungen sowie zahlreiche Angebote in Gebärdensprache. Vera Neukirchen, Leiterin des Museumsdienst Hamburg: „Wir wollen zeigen, dass wir was zu bieten haben, und das nicht nur in dieser Nacht“.

 

Mehr Infos unter: www.langenachtdermuseen-hamburg.de. Ein Ticket kostet 15 Euro (ermäßigt 10) und enthält den Eintrittspreis für die teilnehmenden Museen, sowie zur Nutzung aller HVV-Angebote zur An- und Abreise von Samstag, 17 Uhr bis Sonntag, 10 Uhr.

Besondere Momente und Lieblingsobjekte fotografieren und gewinnen: Durch eine Schlüsselloch-Postkarte können Besucher während der Langen Nacht ihre Sicht auf die Veranstaltung zeigen. Um am Gewinnspiel teilzunehmen, müssen sie das Bild auf Facebook, Instagramm oder Twitter mit #lndmhh posten. Zu gewinnen sind Taschen aus vergangenen Lange-Nacht-Bannern. Außerdem wird aus allen mit diesem Hashtag markierten Bildern ein Film geschnitten, der schon kommende Woche in den sozialen Netzwerken veröffentlicht wird.
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